Plastik im Teebeutel? – Tee-Hersteller beantworten unsere Fragen

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Vor einiger Zeit haben wir einen Podcast von SWR2 Wissen zum Thema „Tee“ angehört. Dort ging es, neben allgemeinen Fakten zu Tee und seiner Wirkung auf den Körper, auch kurz um das Thema Teebeutel und ihre Zusammensetzung.

Interessanterweise wurde in dem Podcast behauptet, dass Teebeutel in Pyramidenform, welche aus PLA-Kunststoff bestehen, schneller biologisch abbaubar sind, als Teebeutel aus Papierfaser. PLA-Kunststoff ist ein Bio-Kunststoff auf Basis von Maisstärke. Papier-Teebeutel bestehen, laut SWR2 Wissen, meist zu 80% aus Papier und zu 20% aus hitzebeständigem Polypropylen. Also einem Kunststoff auf Erdölbasis, welcher nicht kompostierbar und nicht biologisch abbaubar ist.

Diese Aussagen haben uns ziemlich verwundert, denn wir waren der Meinung, dass ausschließlich „Pyramidenbeutel“ aus „bösem“ Plastik bestehen. Zumindest haben wir schon die ein oder andere Grafik auf Social Media gesehen, die das behauptet.

Wir haben uns bisher – falls wir Tee nicht ohnehin Zero Waste kochen – immer ungeblichene Teebeutel aus Papier von Bio-Herstellern gekauft. Wir sind davon ausgegangen, dass das den Umweltschaden relativ gering hält und diese in den Biomüll oder sogar auf den Kompost wandern können. Pyramidenteebeutel haben wir komplett gemieden.

Biokunststoff und Papier – Schwammige Aussagen der Tee-Hersteller

Wir sind also neugierig geworden und haben uns direkt auf eine längere Internet-Recherche begeben. Auf den Websites der uns bekanntesten Tee-Hersteller konnten wir leider selten vernünftige Angaben zum Thema „Teebeutel-Zusammensetzung“ finden.

Die meisten Hersteller treffen ziemlich „schwammige“ Aussagen. Einer schreibt zum Beispiel, dass die Pyramiden-Teebeutel aus „Bio-Kunststoff“ bestehen. Aber was ist Bio-Kunststoff, und aus was besteht er? Andere schreiben, ihre Teebeutel bestehen aus „Papier“. Aber welches Papier genau? Wie ist es zusammengesetzt? Und ist das Papier nun langsamer oder schneller abbaubar, als Bio-Kunststoff? Auch auf den Verpackungen der Teesorten stehen dazu keine weiteren Informationen (wir haben das in Supermärkten & Co. geprüft).

Da wir keine befriedigenden Antworten gefunden haben, haben wir die größten deutschen Tee-Hersteller, sowohl Bio als auch konventionell, angeschrieben, und nach der Zusammensetzung ihrer Teebeutel und Umverpackungen gefragt.

Konkret waren das: Teekanne, Meßmer, Pukka, Yogi-Tea, Cupper, Sonnentor und Dallmayr (unbezahlte Nennungen). Später haben wir noch eure Wunsch-Hersteller angefragt. Dazu gehörten: Lebensbaum, Goldmännchen, Gepa, Dennree und Drogerie-Eigenmarken (Müller, Rossmann, dm). Die Ergebnisse dieser Anfragen findest du ebenfalls in diesem Artikel.

Unsere Hersteller-Anfrage

Folgende Nachricht haben wir über Facebook oder per Mail an alle befragten Hersteller versendet:

„Liebes „Name des Herstellers„-Team. Ich habe heute einen Podcast von SWR2 Wissen zum Thema „Tee“ angehört. Dort wurde auch über Teebeutel und ihre Zusammensetzung gesprochen. Es wurde behauptet, dass „natürliche“ Teebeutel häufig nicht nur aus Naturfasern bestehen, sondern auch zu einem Teil aus Kunstfasern. Da ich weder auf euren Produkten noch auf eurer Website eine Info über die genaue Beschaffenheit eurer Teebeutel finden konnte, wollte ich auf diesem Weg direkt nachfragen. Könnt ihr mir sagen, aus welchem Material eure Teebeutel bestehen, und ob sie komplett kompostierbar sind?“

Je nach Hersteller wurde uns ausführlicher und weniger ausführlich geantwortet. Manche sind direkt auf das Thema Plastik eingegangen, andere haben das Thema zunächst nicht konkret angesprochen. Im Folgenden könnt ihr euch alle Antworten der angeschriebenen Hersteller durchlesen.

Die Tee-Hersteller und ihre Antworten

Teekanne

Teekanne hat auf der Unternehmensseite einen kompletten Bereich, der sich dem Thema „Nachhaltigkeit“ widmet, und in dem auch über Material und Abfall gesprochen wird. Hier schreibt Teekanne, dass ein Großteil ihrer Beutel zu 100% kompostierbar ist und sich über einen Zeitraum von 6-12 Wochen Teebeutel, Faden und Etikett restlos kompostieren. Die Verpackungen bestehen aus FSC-zertifizierten Karton und stammen damit aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Auf unsere Anfrage über Facebook antwortete eine freundliche Mitarbeiterin Folgendes:

„Das Filterpapier, aus dem unsere Doppelkammerteebeutel hergestellt werden, besteht aus einer speziell ausgewählten Mischung von Zellulosefasern. Die Zellulose wird aus Holzzellstoff und aus der Abacapflanze gewonnen. In der Regel können die Beutel in einem normalen Gartenkompost kompostiert werden. Die Zersetzungsgeschwindigkeit ist allerdings stark von den Umgebungsbedingungen abgängig.“

Auf unsere Nachfrage, wie die Zusammensetzung der Pyramidenbeutel ist (die in der ersten Antwort nicht angesprochen wurden), und aus was die Umverpackungen bestehen, kam diese Antwort:

„[…] Unsere Gastro Premiumreihe im Pyramidenbeutel wird in Übereinstimmung mit der ENNorm 13432 gefertigt. Das heißt für Dich, dass das von uns verwendete PLA-Gewebe biologisch abbaubar und als Lebensmittelkontaktmaterial geeignet und geprüft ist. Somit kann der gesamte Pyramidenbeutel (Filtermaterial, Faden, Etikett) nach der Verwendung über den Bio-Müll entsorgt werden. Zu deiner Frage der Umverpackung: Beziehst Du Dich hier auf die Packung des Tees oder auf die Umverpackung des Teebeutels?“

Zu den Verpackungen schreibt die Mitarbeiterin später: „Die meisten unserer Teebeutel sind mit einer kompostierbaren Papier-Umhüllung versehen, außer die Produkte aus dem Sortiment Harmonie für Körper & Seele, sowie unsere TEEKANNE frio-Produkte. Diese sind noch zusätzlich mit einer Heißsiegel-Umhüllung (Entsorgung durch das Duale System Deutschland) versehen. Die Umhüllungen sind notwendig, da sie für einen idealen Aromaschutz der besonderen Mischungen sorgen, sodass wir garantieren können, dass der Tee länger seinen Geschmack und seine Qualität bewahrt. Auch die Teeverpackung ist selbstverständlich recyclebar.“.

Da wir uns immer noch gewundert haben, wieso in einem Podcast behauptet wird, dass Teebeutel häufig auch aus Plastik bestehen, haben wir nochmals nachgehakt, ob die Papierteebeutel „plastikfrei“ sind, und haben folgende, überraschende Antwort erhalten:

„Das Filterpapier unserer Teebeutel besteht aus einer speziell ausgewählten Mischung von Zellulosefasern (Holzzellstoff und Abaca). Dazu kommen geringe Anteile von synthetischen, thermoplastischen Fasern sowie einer kleinen Menge von Nassfestmittel, welche die notwendigen technischen Papiereigenschaften für die Verarbeitung und Endnutzung bereitstellt.
Die Teebeutel werden von einem unabhängigen Labor lebensmittelrechtlich geprüft und können beim Teeaufguss unbedenklich in Kontakt mit 100°C heißem Wasser kommen. Dabei werden keine Stoffe herausgelöst, die die Gesundheit gefährden könnten. Das bedeutet, dass das Filterpapier zur Herstellung von Heißgetränken vollständig sicher ist.“

Das hat uns nun aufhorchen lassen. Bestehen Teekanne Teebeutel also doch aus Plastik? Wir haben nochmal deutlicher nachgefragt:

„[…] das bedeutet also, dass die Teebeutel nicht plastikfrei sind? Verstehe ich das richtig? Oder aus was bestehen diese thermoplastischen Fasern? Oben hast du geschrieben, dass die Teebeutel kompostierbar sind, aber mit synthetischen Fasern ginge das ja nicht oder? Ich mag die ungerne auf unseren Gartenkompost werfen, wenn am Ende Rückstände übrig bleiben. Sorry, dass ich so sehr nachhake. Aber das mit dem Plastik verwirrt mich jetzt doch.“

Die Antwort von Teekanne:

„Wenn das Teefilterpapier unter optimalen Bedingungen kompostiert wird, zersetzen sich die natürlichen Fasern im Papier relativ schnell. Die Zersetzungsgeschwindigkeit ist wie bereits beschrieben stark abhängig von den Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit, Sauerstoff, Anwesenheit von Bakterien zusätzlich davon wie häufig der Kompost bewegt wird (mechanisch oder durch z.B. Regenwürmer). Das Filterpapier enthält sowohl natürliche Fasern als auch synthetische Materialien. Es ist richtig, die thermoplastische Fasern zählen zu den Kunststoffen. Diese Mischung ist erforderlich, um die Papierverarbeitung zu ermöglichen und die notwendigen technischen Papiereigenschaften zu gewährleisten. Nachdem das natürliche Material zersetzt wurde, wird das verbliebene synthetische Material sehr langsam abgebaut. Jedoch ist die umgebende Papiermatrix bereits zerstört, und insbesondere mechanische Beanspruchungen (z.B. durch Wenden des Komposts) sorgen dafür, dass die Materialreste in kleine Teile zerfallen.“

Das Teekanne Fazit

Interessant. Die Teebeutel von Teekanne bestehen also tatsächlich zu einem Teil aus Plastikfasern, was weder auf ihrer Website, noch in der ersten Antwort der Teekanne-Social Media Mitarbeiterin deutlich wurde. Die natürlichen Fasern zersetzen sich auf dem Kompost nur unter „idealen Bedingungen“ und die synthetischen Fasern bauen sich nur „sehr langsam“ ab und bleiben in „kleinen Teilen“ zurück…

Im Klartext heißt das: Ja, die Plastikfasern brauchen mehrere Jahrzehnte um sich zu zersetzen, und bleiben als Mikroplastik in der Erde zurück. Sollte diese Erde weiterverarbeitet werden, z.B. als Pflanzenerde, wird das Mikroplastik so in der Natur und früher oder später in unseren Meeren landen.

Demnach sollten die Teebeutel von Teekanne unter keinen Umständen auf den Kompost. In diesem Fall ist die Entsorgung über den Restmüll – unserer persönlichen Meinung nach – die beste Lösung. Häufig wird die Entsorgung über die Biotonne empfohlen, bzw. z.T. auch von Entsorgungsunternehmen vorgeschrieben.

Durch die industrielle Kompostierung (Biotonne), werden die synthetischen Fasern zwar besser und feiner zersetzt, als auf dem Gartenkompost, dennoch produzierst du damit Mikroplastik. Wer Mikroplastik komplett vermeiden will, sollte Teebeutel mit synthetischen Fasern besser über den Restmüll entsorgen. Diese Art der Entsorgung empfehlen wir dir für alle Teebeutel. Näheres dazu kannst im Kapitel „Die Entsorgung – Restmüll oder Biotonne“ weiter unten im Artikel nachlesen. Dort haben wir die Antworten einer Expertin für dich zusammengefasst.

Meßmer

Auch Meßmer berichtet auf ihrer Website über Nachhaltigkeitsbestreben. Zum Thema Verpackungsmaterial wird geschrieben, dass sie zu 100% Verpackungen aus Recycling-Material oder nachhaltig angebautem Holzbestand haben. Laut Website bestehen ihre Teebeutel nicht mehr aus Cellophan und besitzen keine Metallklammern mehr. Somit sind die Teebeutel angeblich komplett kompostierbar.

Auf unsere Nachfrage antwortet Meßmer Folgendes:

„Unsere qualitativen Ansprüche bei der Auswahl der Verpackungsmaterialen, die sämtlich für die Verpackung von Tee als Lebensmittel geeignet und unbedenklich sind, stellen ein bedeutendes Kriterium für uns dar. Der Teebeutel besteht aus Tee, Papier- und Baumwollmaterialien. Für das Teefilterpapier werden ausschließlich natürlichen Materialien eingesetzt, Hauptbestandteile sind dabei Zellulose und Abacafasern. Bei dem Fadenmaterial handelt es sich um reine unbehandelte Baumwolle und das Etikett besteht aus Papier. Die Entsorgung von unseren Teebeuteln kann daher über den Biomüll oder auch den Garten-Kompost erfolgen.“

Auch hier wurden die Pyramidenteebeutel nicht direkt erwähnt, woraufhin ich nochmal nachhakte:

„Eine Ausnahme bilden die Pyramidenbeutel unserer drei neuen Sorten Meßmer Gelassenheit, Entschleunigung und Ausgleich. Hierbei handelt es sich um Filtermaterial auf Basis eines nachwachsenden Rohstoffes, dieser ist biologisch abbaubar und industriell kompostierbar, sodass die Entsorgung dieser Teebeutel ebenfalls über die Biotonne erfolgt.“

Diese Antwort war mir zu schwammig und ich hakte noch einmal nach, was nun genau der „nachwachsende Rohstoff“ ist:

„Bei dem Material für die Meßmer Pyramidenbeutel handelt es sich um ein auf einer Papiermaschine hergestelltes Material auf Basis von Milchsäure, deren Ursprung in Maisstärke liegt. Es handelt sich also um ein Material auf Basis eines nachwachsenden Rohstoffes.“

Gemeint ist hier also Bio-Kunststoff. Dasselbe Material, das auch Teekanne für ihre Pyramidenbeutel verwendet.

Auch bei Meßmer haben wir erneut nach der genauen Zusammensetzung ihrer Papierteebeutel gefragt, also ob auch wirklich kein Plastik im Teebeutel enthalten ist. Als Antwort erhielten wir exakt denselben Standardsatz, den sie uns bereits auf die erste Anfrage geschickt hatten. Anscheinend sollen wir hier keine weiteren Infos erhalten.

Update September 2019:

Mittlerweile haben wir Meßmer über die Plattform Instagram erreicht und haben eine Aussage zum Thema Zusammenstellung der Teebeutel und Kuverts bekommen:

„[…] unsere klassischen Teebeutel sind komplett gartenkompostierbar und bestehen aus Tee, Papier- und Baumwollmaterialien. Für das Teefilterpapier werden natürliche Materialien eingesetzt, Hauptbestandteile sind Zellulose und Abacáfasern. Beim Fadenmaterial handelt es sich um reine unbehandelte Baumwolle, und das Etikett besteht aus Papier. Da wir für die Befestigung des Fadens auch auf eine Metallklammer verzichten, kann die Entsorgung daher über den Bio-Müll oder auch den Gartenkompost erfolgen. Bei unserem Umbeutelmaterial handelt es sich ebenso wenig um Plastik, sondern um Papier und ist somit voll recyclingfähig. Die Entsorgung erfolgt über das Altpapier. Das leicht glänzende Druckbild entsteht durch die glatte Oberfläche des Papiers.“

Ich wollte es noch etwas genauer wissen, da die Aussage stark ersten Antwort per Facebook ähnelte. Wir haben nochmal konkret nach der Plastikfreiheit gefragt:

„Ihr schreibt, dass die Hauptbestandteile Zellulose und Abaca sind. Aber viele Tee-Hersteller verwenden auch einen Anteil synthetischer Fasern, also Plastik, im Teebeutel. […] Deswegen meine Frage: Bestehen eure Teebeutel auch aus einem Anteil synthetischer Fasern? Denn so wie ich das bei anderen Herstellern gelernt habe, sind diese Fasern notwendig für das Verschließen des Teebeutels und/oder für das Halten des Aromas – vor allem wenn die Umverpackung komplett aus Papier entsteht. Wie ist das bei euren Teebeuteln?“

Die Antwort von Meßmer via Instagram:

„[…] unsere Doppelkammer-Teebeutel bestehen allein aus natürlichen Holz- und Bananenblattfasern, denen bei der Herstellung minimalste Mengen Nassfestmittel beigegeben werden, um das Filterpapier reißfest zu machen. Dabei handelt es sich um ein synthetisches Nassfestharz, das sich untrennbar mit der Papierfaser verbindet und wasserunlöslich ist. Das Nassfestmittel wird der flüssigen Fasersuspension zugefügt, aus der das Papier entsteht. Sein Anteil an dem Faser-Flüssigkeitsgemisch liegt weit unter 1 Prozent. Das ist erheblich weniger als im amtlichen Grenzwert für Heißfiltrationspapiere vorgegeben wird. Die Teebeutel sind nach allen nationalen wie internationalen Standards gesundheitlich unbedenklich und voll kompostierbar. […]“

Das Meßmer Fazit – Update

Wir haben uns gefreut, dass Meßmer über Instagram etwas ausführlicher geantwortet hat, als über Facebook, und auf die Anfrage konkreter eingegangen ist.

Bis auf das synthetische Nassfestmittel sind also keine weiteren Kunstfasern im Teebeutel enthalten. Die Entsorgung des Beutels und des Fadens kann laut Meßmer und den entsprechenden Vorschriften über den Biomüll erfolgen. Wer aber lieber auf Nummer sicher gehen will, sollte auch die Meßmer-Teebeutel über den Restmüll entsorgen. Die Umverpackung kann in den Papiermüll, ebenso wie das Etikett.

Dallmayr

Dallymayr hat sich in ihrer Antwort zunächst ausschließlich auf ihre Pyramidenteebeuteln bezogen:

„Das Filtermaterial für die Dallmayr Pyramidenbeutel besteht zu 100% aus Polylactiden (PLA). Bei Polylactiden handelt es sich um biologisch abbaubare Kunststoffe, die aus Maisstärke gewonnen werden. Polylactid-Kunststoffe sind biokompatibel, da sie von Mikroorganismen abgebaut werden können und Lebewesen nicht in negativer Weise beeinflussen. Der benutze Teebeutel ist somit komplett über die Biotonne, deren Inhalt den Kompostieranlagen zugeführt wird, biologisch abbaubar. Zudem ist das Material absolut geschmacksneutral und sorgt so dafür, dass der Geschmack des Tees nicht verfälscht wird.“

Ihre Pyramidenteebeutel bestehen also ebenfalls aus Bio-Kunststoff. Diese können zwar laut Entsorgerlisten über die Biotonne entsorgt werden, aufgrund der langen Zerfallzeiten empfehlen wir aber auch hier die Entsorgung über den Restmüll. Wieso? Das kannst du im Kapitel „Entsorgung – Restmüll oder Biotonne“ nachlesen.

Auf unsere erneute Nachfrage nach der Zusammensetzung der Papierteebeutel, und ob diese wirklich plastikfrei sind, haben wir folgende Antwort erhalten:

„Die Dallmayr Teebeutel bestehen zu 100% aus Papier. Das eingesetzte Filtermaterial besteht aus Abacáfasern. Abacá ist eine in Ostasien heimische Pflanzenart aus der Familie der Bananengewächse.

Das Dallmayr Fazit

Dallmayrs Antwort lässt uns glauben, dass ihre Teebeutel zu 100% keine synthetischen Fasern enthalten. Wir hoffen, das das auch stimmt, sind uns aber nach den Erfahrungen mit Teekanne nicht sicher. Aus diesem Grund würden wir auch hier die Beutel vorsichtshalber über den Restmüll entsorgen.

Pukka Teebeutel-Verpackung Sorten drei Minze und detox

Pukka

Pukka haben auf ihrer Website tatsächlich einen eigenen Bereich, der auf das Material der Teebeutel eingeht. Die Links zu diesen Seiten wurden mir auch als Antwort auf unsere Nachfrage geschickt.

„Die Teebeutel bestehen aus Holzpulpe und Abacá. Der Faden wird aus zertifizierter ökologischer Baumwolle hergestellt. Die Teebeutel enthalten keine Klammern und sind zu 100 % biologisch abbaubar und/oder recycelbar bzw. komplett kompostierbar. Die Umverpackungen der Teebeutel haben eine Beschichtung aus Polyethylen (PE) und können nicht recycelt werden.“

Pukka sagt aber, dass sie an einer vollrecycelbaren Umverpackung arbeiten, die die Qualität der Tees und deren Aromen schützen und sich auch in größeren Mengen herstellen lassen.

Auf unsere erneute Anfrage, ob die Teebeutel auch wirklich plastikfrei sind, haben wir folgende Antwort erhalten:

„Unsere Teebeutel sind zu 100 % plastikfrei, weil sie gefaltet werden. Einzig der Umschlag des Teebeutels hat eine ganz ganz minimale Plastikschicht (Polyethylen), damit die ätherischen Öle nicht verloren gehen.“

Mit dem Umschlag des Teebeutels ist die kleine Verpackung gemeint, also nicht das Teebeutelpapier selbst.

Das Pukka Fazit

Immerhin sind die Pukka Teebeutel scheinbar komplett plastikfrei und wir könnten sie tatsächlich über den Kompost entsorgen. Die Verpackungen sind leider noch aus Plastik und sollten vernünftig recycelt werden. Pukka macht den Eindruck, sehr auf Nachhaltigkeit und Umwelt zu achten, und bietet Tee in Bio-Qualität an.

Nachtrag: Eine aufmerksame Leserin hat uns gefragt, ob wir in unsere Bewertung von Pukka auch den Fakt einbezogen haben, dass die Firma zu Unilever gehört. Das haben wir bisher nicht getan, denn unsere Betrachtung galt ausschließlich den eingesetzten Materialien der Teebeutel, der Transparenz der Antworten und den Nachhaltigkeitsbestreben der Firma. Dennoch: Sollte dieser Fakt für dich ein wichtiges Kriterium sein, musst du das in deine persönliche Bewertung der Marke Pukka mit einbeziehen.

Yogi Tee-Verpackung Sorte Immune Support

Yogi-Tea

Die Mitarbeiterin von Yogi-Tea hat uns die wohl ausführlichste Antwort auf unsere Anfrage geschrieben:

„Unsere Teebeutel werden aus einer Mischung aus Manila-Hanf (Abaca, Gattung der Bananengewächse) und Holz hergestellt. Gerne bestätigen wir Dir, dass die Teebeutel plastikfrei sind. Zudem liegen uns Bestätigungen unserer Hersteller über die biologische Abbaubarkeit der Teebeutel vor. Für höchstmögliche Transparenz möchten wir darauf hinweisen, dass auch die Teebeutel-Kuverts eine dünne Kunststoffschicht im Inneren der Papierumschläge enthalten. Die neuen, einzeln hitzeversiegelten Teebeutel-Kuverts gewährleisten eine noch höhere Produktqualität und Frische. Dies wird durch eine dünne Kunststoffschicht im Inneren der Papierumschläge erreicht. Diese verhindert, dass ätherische Öle im Laufe der Zeit verdunsten und dient als Barriere, damit der wertvolle Inhalt vor äußeren Verunreinigungen geschützt wird. Somit kann auf die Zellophanierung der Box verzichtet werden, die notwendig war, um das Produkt in den bisherigen Papierkuverts zu versiegeln. Mit den neuen Teebeutel- Kuverts konnten die Versiegelungseigenschaften gegenüber der Zellophanierung verbessert werden. Wir sind uns der ökologischen Auswirkungen des zusätzlichen Kunststoffs bewusst, haben uns aber für die oben aufgeführten Vorteile entschieden, da für uns der Verbraucherschutz oberste Prämisse hat und die Einhaltung einer einwandfreien Produktqualität gewährleistet sein muss. Wir haben bisher keine bessere Lösung gefunden, die alle Aspekte vereint. Unser Bestreben ist ein kompostierbares Umbeutelmaterial. Dies wird sich aber voraussichtlich erst mittelfristig umsetzen lassen, da noch Tests bezüglich der hinreichenden Barriere-Eigenschaften des Materials anstehen, um die Verdunstung der essentiellen Öle als auch das Eindringen von äußeren Fremdstoffen und die damit verbundene Kontamination des Produkts zu vermeiden.“

Später kam noch einmal ein Nachtrag, da sich die Social Media Marketing Managerin den Podcast selbst noch einmal angehört hat (sehr toll!) und sie gerne noch einmal folgendes bestätigen wollte:

„Gerne bestätigen wir Dir, dass wir kein Polypropylen in unseren Teebeuteln verwendet und sie sie plastikfrei sind.“

Das Yogi-Tea Fazit

Auch, wenn die Verpackungen der Teebeutel aus Plastik sind, hat mich diese Antwort doch sehr gefreut, denn sie war direkt ausführlich und transparent kommuniziert. Hier scheint sich eine Firma wirklich Gedanken über ihren ökologischen Fußabdruck zu machen, und möchte das auch entsprechend offen und ehrlich an ihre Kunden kommunizieren. Dieser Kundenumgang fühlt sich direkt besser an, als das ständige Nachhaken und Standard-Antworten.

Cupper-Tea

Cupper schreibt auf ihrer Unternehmensseite, dass ihre Teebeutel aus ungebleichtem Papier bestehen. Auf unsere Anfrage wurde uns Folgendes berichtet:

„Der Umweltschutz liegt uns natürlich sehr am Herzen und wir setzen deshalb bei unseren Verpackungen – soweit möglich, auf recycelbare und umweltfreundliche Verpackungsmaterialien und nutzen für unsere Cupper Teas ausschließlich ungebleichte Teebeutel und ökologische Pflanzenfasern für die Fäden der Teebeutel. So sind unsere Teebeutel komplett kompostierbar.“

Da mir die Aussage „Papier“ bzw. „ökologische Pflanzenfaser“ zu wenig war, habe ich noch einmal genauer nachgehakt. Diese Antwort steht bereits seit zwei Wochen aus und wird geupdatet, sobald wir Neuigkeiten haben. Ich vermute aber, dass wir keine weiteren Ausführungen erhalten werden.

Das Cupper-Tea Feedback

Eigentlich war ich immer der Überzeugung, dass Cupper-Tea eine sympathische Tee-Marke ist. Leider hat mich die kurze Abfertigung über den Social Media Kanal doch ziemlich frustriert. Auf eine erneute Anfrage keine Antwort mehr zu bekommen, obwohl die Frage angekommen ist und auch gelesen wurde, macht wirklich keinen guten Eindruck.

Leider kann ich dir also nicht sagen, ob die Teebeutel von Cupper wirklich plastikfrei sind, bzw. aus welchen Materialien die Beutel und die Verpackungen genau bestehen.

Sonnentor Teebeutel-Verpackung. Sorten Darjeeling und Guten Morgen Kräutertee

Sonnentor

Sonnentor schreibt auf ihrer Seite sehr ausführlich, aus welchen Materialien ihre Teebeutel und Verpackungen bestehen. Die Teebeutel bestehen aus Fasern der Textilbanane (Abacá) und ausgesuchten Zellulosefasern aus Holz. Das Holz ist FSC oder PEFC zertifiziert. Die Teebeutel sind mittlerweile ungebleicht. Ausgangsstoff für Papier und Karton der Verpackungen ist Zellstoff und Holzschliff. Beides wird aus Holz gewonnen und besteht im wesentlich aus Cellulose. Die Entsorgung erfolgt über die Papiertonne. 

Auf unsere Anfrage haben wir noch weitere interessante Infos erhalten:

„Bei unseren Teebeuteln brauchst du dir natürlich keine Sorgen machen. Die Teebeutel sind aus der Faser der Textilbanane und Cellulosefasern gefertigt (sogar ungebleicht), die (größeren) Teepyramiden aus GMO freier Maisstärke. Beides kannst du kompostieren. Auch die Folie, die unsere Teepackungen umhüllt (und wie Plastik aussieht) ist kein Plastik sondern kompostierbare Cellulosefolie.“

Bei den Verpackungen von Sonnentor bin ich bisher tatsächlich immer davon ausgegangen, dass es sich dabei um Plastik handelt. Das hatte mich ehrlich gesagt in der Vergangenheit stark verwundert (Bio und Plastik verträgt sich für mich einfach nicht). Da hat es mich natürlich gefreut, dass die Verpackung gar nicht aus Plastik besteht. Stattdessen ist die Umverpackung sogar kompostierbar. Das bedeutet, dass du sie theoretisch über die Biotonne entsorgen kannst. Für die Umwelt und die Entsorger ist das allerdings keine gute Alternative. Wieso, kannst du in unserem Kapitel zur Entsorgung von Teebeuteln weiter unten im Artikel nachlesen. Wir empfehlen die Entsorgung der Umverpackungen über den Restmüll.

Der Vollständigkeit halber haben wir auch Sonnentor nochmal gefragt, ob ihre Teebeutel somit 100% plastikfrei sind. Die Antwort hat uns dann leider doch erstaunt:

„Unsere Doppelkammerbeutel bestehen aus erneuerbaren Rohstoffen und sind kompostierbar. Beinahe alle unserer Tees in Beuteln haben diese Form. Sie sind oben mit dem Faden vernäht (also nicht heißgesiegelt). Damit können wir auf Polypropylen im Filtermaterial verzichten – somit ist das Filtermaterial kompostierbar. Lediglich die Einkammerbeutel enthalten wenige Prozent Siegelfasern. Diese Fasern sind aus Kunststoff. Der Rest sind ungebleichte Zellstoff- und Abacafasern. Diese Tees werde auf einer älteren Maschine produziert, die Teebeutel im Heißsiegelverfahren verschließt. Dafür wird ein kleiner Anteil an sogenannten Siegelfasern im Filtermaterial benötigt. Das ist Polypropylen, ist natürlich vollkommen Lebensmittelecht, aber nicht kompostierbar (die Fasern würden im Kompost zurückbleiben). Sie erkennen diese Beutel an einer Siegelnaht, die an drei Seiten des Teebeutels zu sehen ist und, wie der Name sagt, dass sie keinen zweigeteilten Beutel haben. Gesamtbetrachtet machen die Einkammerbeutel aber nur etwa 5 % der von uns produzierten Tees aus. Dennoch ist es uns ein Anliegen auch hier noch umweltfreundlicher zu werden. Im Laufe dieses Jahres werden diese Tees deshalb umgestellt. Danach werden von SONNENTOR keine Teebeutel mehr mit nicht-kompostierbarem Kunststoff im Filtermaterial produziert. So gehen wir wieder einen Schritt weiter in eine plastikfreie Zukunft.“

Wir haben bei dieser Antwort von Sonnentor wirklich enorm viel gelernt. Zum einen, dass Doppelkammerteebeutel vernäht werden können und deshalb keine Kunststoffversiegelung benötigen. Zum anderen, dass Einkammerbeutel eine Versiegelung benötigen und deshalb Kunststoffanteile im Teebeutelpapier vorhanden sind.

Eine weitere interessante Info, die von Sonnentor offen kommuniziert wird: Diese Teebeutel sollten nicht auf den Kompost, da die synthetischen Fasern zurückbleiben würden. Im Gegensatz zu Teekanne, die behaupten, dass diese Teebeutel auf den Kompost geworfen werden können, ist Sonnentor so ehrlich und umweltbewusst, und distanziert sich direkt von diesem Vorgehen.

Das Sonnentor Fazit

Auch wenn wenige Sonnentor-Teebeutel noch Plastik enthalten, hat uns die offene und ehrliche Kommunikation gefreut. Ähnlich wie bei Pukka und Yogi Tea wird sehr auf eine Verbesserung der Umstände geachtet, und die Umwelt in den Fokus gerückt.

Milford

Milford ist der erste Hersteller, bei dem wir auf der Herstellerseite gar keine Infos zu ihren Teebeuteln bzw. dem eingesetzten Material finden konnten. Auf unsere Anfrage erhielten wir folgende Antwort:

„Vielen Dank für deine Nachricht. Dass du aufgrund des Berichts besorgt bist, können wir verstehen. Doch wir können dich beruhigen, denn nicht nur bei unseren Teerohwaren sind hohe Qualitätskritierien entscheidend für eine Auswahl. Auch unsere qualitativen Ansprüche bei der Auswahl der Verpackungsmaterialen, die sämtlich für die Verpackung von Tee als Lebensmittel geeignet und unbedenklich sind, stellen ein bedeutendes Kriterium dar. Unser Teebeutel besteht aus Tee, Papier- und Baumwollmaterialen. Für das Teefilterpapier werden ausschließlich natürlichen Materialien eingesetzt – die Hauptbestandteile sind Zellulose und Abacafasern. Bei dem Fadenmaterial handelt es sich um reine unbehandelte Baumwolle und das Etikett besteht aus Papier. Du kannst deinen Teebeutel daher bedenkenlos über den Bio-Müll oder auf dem Garten-Kompost entsorgen.“

Die Aussage „die Hauptbestandteile sind Zellulose und Abacafasern“ hat uns dazu bewegt, noch einmal nachzufragen.

Unsere zweite Anfrage lautete:

„[…] das heißt eure Teebeutel sind plastikfrei und enthalten keine synthetischen Fasern? Weil ihr schreibt „Hauptbestandteile“ sind Abacá und Cellulose. Ich habe gelesen, dass synthetische Fasern notwendig sind, um den Teebeutel zu verschließen.“

Milfords Antwort:

„Unser Teebeutel besteht aus Tee, Papier- und Baumwollmaterialien. Für das Teefilterpapier werden ausschließlich natürliche Materialien eingesetzt, Hauptbestandteile sind Zellulose und Abacafasern. Bei dem Fadenmaterial handelt es sich um reine unbehandelte Baumwolle und das Etikett besteht aus Papier.“

Dieser offensichtliche Textbaustein unterscheidet sich kaum von der ersten Antwort. Wir haben also noch einmal nachgehakt, denn wir wollten eine klare und deutliche Antwort:

„Danke für eure Antwort. Das bedeutet, die Teebeutel sind komplett plastikfrei? Enthalten also keinerlei synthetische Fasern?“.

Milfords Antwort:

„Für das Teefilterpapier werden ausschließlich natürliche Materialien verwendet. Bei dem Fadenmaterial handelt es sich um reine unbehandelte Baumwolle und das Etikett besteht aus Papier.“

Ok. Wir haben also drei Mal dieselben Textbausteine in unterschiedlicher Zusammenstellung bekommen, bzw. die Antworten wurden sogar kürzer, je häufiger wir nachgehakt haben. An dieser Stelle haben wir weitere Anfragen aufgegeben.

Das Milford Fazit

Es ist schon etwas ungewöhnlich, dass Milford auf ihrer Homepage weder eine „Über uns“ Seite anbietet, noch irgendetwas über Herkunft und Produktion des Tees schreibt. Wir können also nicht sagen, wie das Unternehmen zum Thema „Nachhaltigkeit“ steht.

Anhand der offensichtlich vorproduzierten Textbausteine, die wir auf unsere Anfrage erhalten haben, müssten wir theoretisch davon ausgehen, dass Milford nur „natürliche Fasern“ – also kein Plastik – in ihren Teebeuteln verwenden.

Da aber nie konkret auf die Frage geantwortet wurde, ob die Teebeutel komplett plastikfrei sind, können wir dir hier keine Garantie geben, dass das auch stimmt. Vorsichtshalber würden wir die Teebeutel also über den Restmüll entsorgen, und nicht auf den Kompost werfen.

Cilia

Cilia gehört zur Melitta Gruppe und ist Hersteller für Teefilter, produziert aber selbst keinen Tee. Die Teefilter gibt es in verschiedenen Größen S, M und L. Sonst sind die Teefilter alle gleich – zumindest optisch lassen sich keine Unterschiede erkennen.

Auf der Homepage schreibt Cilia:

„Zum Schutz unserer Umwelt: Für unser spezielles Filterpapier verwenden wir unter anderem Naturfasern aus schnell nachwachsenden Rohstoffen. Die daraus gefertigten Filter sind ungebleicht und können kompostiert werden.“

Wie immer eine sehr vage Formulierung und „unter anderem“ lässt die Vermutung zu, dass noch weitere Materialien im Filter verarbeitet sind. Da Cilia keinen Facebook-Auftritt hat, haben wir unsere Anfrage per Kontaktformular an das Unternehmen geschickt.

Cilias Antwort kam bereits am nächsten Tag:

„Bezüglich Ihrer Frage aus welchen Materialen unseren Cilia Teefiltern hergestellt werden möchten wir Ihnen folgendes mitteilen: Unsere Cilia Teefilter bestehen aus Naturfasern also Zellstoff und dazu eine Schmelzfaser, die besteht aus einem Polyolefin (PE/PP). Die Schmelzfasern sind in der Herstellung des Spezialpapiers notwendig, um die Siegelnaht herzustellen und um die Stabilität des Teefilterbeutels beim Eintauchprozess im heißen Wasser ohne Filterkörper zu gewährleisten. Diese Materialkombination ist ein Standard für Teefilter. Der Papieranteil (Zellstoff) ist vollständig biologisch abbaubar, d.h. Mikroorganismen können den Zellstoff in organisches Material zerlegen. Die Polymere sind kompostierbar und bleiben dagegen als feine Fasern bestehen.
Kompostierbar besagt: kann in den Kompost. Der Verfallsprozess ist jedoch temperatur- und feuchtigkeitsabhängig. Ist der Kompoststellplatz zu sonnig/zu trocken, wird der Verrottungsprozess deutlich verzögert. Untersuchungen unseres Teefilterpapiers u.a. von dem unabhängigen Institut der Papiertechnischen Stiftung in München und vom RAL ergeben, das die nicht-verrottbaren Kunststofffasern beim Umgraben des Kompostes in kleine Teile zerfallen, die dann den entstandenen Humus auflockern. Dementsprechend wurde das Teefilterpapier von diesen Instituten als kompostierbar eingestuft.“

Das Cilia Fazit

Interessant finden wir, dass Cilia in den Produktbeschreibungen schreibt, dass „zum Schutz der Umwelt“ Naturfasern verwendet werden, aber die verwendeten synthetischen Fasern wieder mal nicht erwähnt werden. Außerdem behauptet auch dieser Hersteller, dass die Filter kompostierbar sind, obwohl die Kunstfasern zu Mikroplastik zerfallen und in der Erde zurückbleiben. Das spricht zwar nicht gegen die Kompostierbarkeit, aber gegen den Schutz für die Umwelt.

Wir würden dir empfehlen, die Teefilter über den Restmüll zu entsorgen, und nicht über den Kompost.

Goldmännchen

Goldmännchen war einer der Hersteller, für die ihr euch aus der Community eine Anfrage gewünscht habt. Wir haben sie direkt angefragt, und nach ein paar Tagen folgende Antwort erhalten:

„Liebe Caro, sorry, für die späte Antwort, aber ich möchte Dir gern mitteilen, dass das Teefilterpapier unserer Filterbeutel aus ungebleichtem Papier besteht. Die Rohstoffe des Filterpapiers sind Abaca-Hanf und Holzzellstoff. Für die Herstellung des Filterpapiers werden nur Frischfasern der Rohstoffe eingesetzt, und keinerlei Kunststoffe. Die Teefilterpapiere entsprechen der EU-Bedarfsgegenstände-Verordnung 1935/2004, den BfR-Empfehlungen 36 und 36/1 und allen weiteren für Verpackungsmaterial jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen. Die Herstellung erfolgt gemäß der Lebensmittel-Hygiene-Verordnung und dem Lebensmittel- und Futtermittel-Gesetzbuch nach der EU-Verordnung 2023/2006 in guter Herstellpraxis. Das bedeutet, das eingesetzte Material wird speziell geprüft, ob es für Lebensmittel eingesetzt werden kann. Es ist frei von Kunststoff und der Teebeutel kann somit bedenkenlos im Kompost entsorgt werden.“

Das Goldmännchen Fazit

Wir können also Goldmännchen ebenfalls auf unsere Liste der plastikfreien Teebeutelhersteller setzen, und die Teebeutel über den Kompost oder aber auch über die Biotonne entsorgen.

Update: Mittlerweile verwendet Goldmännchen sogar plastikfreie Umverpackungen aus Papier.

Lebensbaum

Lebensbaum setzt sich laut ihrer Website stark für Nachhaltigkeit ein. Sie widmen auch einen ganzen Artikel dem Thema Plastik in ihren Umverpackungen. Ihre Produktion läuft laut eigenen Angaben bereits CO2-neutral und sie verwenden Fair Trade Tee. Lebensbaum war wohl einer der schnellsten Antworter. Innerhalb weniger Minuten erhielten wir folgende Nachricht auf unsere Anfrage:

„Unsere Teebeutel sind aus Faserbananen hergestellt und zwar ohne Plastik. Du kannst sie also weiterhin bedenkenlos auf den Kompost geben.“

Das Lebensbaum Fazit

Kurz und schmerzlos: Auch Lebensbaum kann auf die Liste der plastikfreien Teebeutel-Hersteller. Du kannst die Teebeutel also auf den Kompost werfen oder in der Biotonne entsorgen. Außerdem gefällt uns das große Nachhaltigkeitsbestreben der Firma und der gesamte Bereich auf der Website, der sich transparent diesem Thema widmet.

Alnatura

Alnatura hat viele eigene Produkte, unter anderem auch Tee. Als Bio-Hersteller, kümmert sich Alnatura natürlich um das Thema „Nachhaltigkeit“ und schreibt darüber auch auf ihrer Website. Aber bedeuten Nachhaltigkeitsbestreben zwingend, dass kein Plastik im Teebeutel ist? Wir haben nachgefragt.

„Die Teebeutel werden auf der Basis von Fasern der Faserbanane hergestellt, der eine geringe Menge an Zellulose zugesetzt wird. Bei der Faserbanane handelt es sich um eine Staude, die ausschließlich der Gewinnung von Fasern dient. Die Teebeutel enthalten keinen Kunststoff. Sie können im Kompost entsorgt werden.“

„Die Verpackungsfolie – die Umverpackung und auch die Einzelkuverts der Teebeutel – besteht aus einem Biokunststoff, der aus Holzfasern hergestellt wird. Die Folie sollte im Restmüll entsorgt werden.“

Das Alnatura Fazit

Glücklicherweise verwendet Alnatura also anscheinend keine synthetischen Fasern für ihre Teebeutel. Die Teebeutel können auf dem Kompost bzw. über die Biotonne entsorgt werden. Die Verpackungen sind aus Biokunststoff, der theoretisch über die Biotonne entsorgt werden könnte. Alnatura und auch wir selbst empfehlen dringlichst nur die Entsorgung über den Restmüll. Wieso, kannst du im Kapitel „Entsorgung – Biotonne oder Restmüll“ nachlesen.

GEPA

GEPA Nachhaltige Bio-Tees
GEPAs Tee-Auswahl, die wir als PR-Sample zur Verfügung gestellt bekommen haben – Die Nennung ist unbezahlt und unbeauftragt.

GEPA ist die „Fair Trade Company“ und führt neben Fair Trade Kaffee auch losen Tee und Teebeutel Tee. GEPA geht auf der Unternehmenswebsite direkt auf das Thema Plastikverpackung ihrer Tees ein. Sie schreiben hier:

Ohne Folie geht es nicht, denn nur eine Verpackungsfolie mit einer guten Sperrschicht kann verhindern, dass Mineralölrückstände aus Lebensmittelverpackungen in das Produkt gelangen können. Aber: Plastik ist nicht gleich Plastik. Die Folie, die wir einsetzen, besteht zu über 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Dabei handelt es sich um Holzzellstoff u.a. aus FSC-Zertifizierung. Die Kombination aus Kraftpapier mit einer Aromaschutzfolie aus zertifiziertem Holzzellstoff schützt Aroma und Qualität des Tees weit besser als reines Papier und ist umweltfreundlicher als Plastik. Darüber hinaus bietet sie eine bessere Barriere gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff oder potentielle Fremdstoffe wie Mineralölrückstände. Das neue Material spart 44 Prozent CO2 im Vergleich zur vorherigen Folie.“

GEPA hat uns mittlerweile ein ausführliches Feedback zu unserer Anfrage geschrieben:

„GEPA Tees bestehen nicht aus Papier. Papier bietet keinen Barriereschutz gegen die Migration unerwünschter, gesundheitsgefährdender Stoffe in das Produkt. Allerdings benutzen wir eine der zurzeit umweltfreundlichsten Verpackungsmaterialien, die diesem Anspruch gerecht werden: Unsere Teebeutelkuverts bestehen zu über 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen (Zellulose). Sie sind nach EN 13432 kompostierbar. Mehr Infos findest Du in unseren FAQ […]. Infos zur Verpackung unserer losen Tees findest Du dort auch […].“

Zu den Tee-Beuteln an sich: Der Hersteller unseres Filterpapiers hat uns folgende Auskunft gegeben: Generell werden die Filterpapiere mit natürlichen Zellulosefasern wie Abaca oder Zellstoff hergestellt. Außerdem wird ein geringer Anteil (unter einem Prozent) eines synthetischen Nassfestigungsmittels zugefügt, damit das Papier nicht in heißem Wasser zerfällt und somit für die Anwendung geeignet ist. Dieser synthetische Stoff ist aber kein Kunststoff. Unser Beutel wird fünffach gefaltet, nach oben mit einem Faden aus Bio-Baumwolle verknotet, dadurch können wir auf Metallklammern verzichten. Das Filtermaterial der Teebeutel ist aktuell noch nicht kompostierbar, auch wenn es zum größten Teil aus Cellulose besteht. Deshalb empfehlen wir die Entsorgung über den Restwertstoff. Nachhaltige, ressourcenschonende, rückstandsfreie und abbaubare Packungen sind für uns jedoch sehr wichtig und wir suchen immer nach den bestmöglichen Lösungen. Wir arbeiten laufend mit unseren Verarbeitern daran unsere Verpackungen weiterzuentwickeln. So  testen wir momentan ein alternatives Filtermaterial auf den Maschinen. Bei diesem Filtermaterial ist der Cellulose-Anteil noch höher und es ist industriell kompostierbar nach DIN EN 13432. Sobald die Tests erfolgreich waren und der Umstellungszeitpunkt feststeht, wird es weitere Informationen zu diesem Thema geben.“

Zur restlichen Verpackung ihres Tees schreibt GEPA:

Umweltfreundliche Aromaschutzfolie für einen intensiven Geschmack. Die Folie stellt sicher, dass alles Gute in Teekuvert und Teebeutel bleibt. Außerdem verhindert sie, dass Unerwünschtes eindringen kann. So bleibt der pure Geschmack lange erhalten. Teekuvert gemäß EN 13432 kompostierbar oder über den grünen Punkt entsorgbar. Teebeutel mit Bio Baumwollfaden.“

GEPA Teebeutel Zitronengras mit Umverpackung
Hier erkennst du die Aromaschutzfolie der Teebeutel-Kuverts. Außen besteht die Umverpackung aus Papier.

Update zum Thema GEPA-Teebeutel:

„Gerade heute haben wir von unserem Hersteller die Rückmeldung erhalten, dass die neuen Teebeutel ab sofort in Produktion gehen. Hier also noch eine Ergänzung: Das neue Filterpapier ist ungebleicht, enthält überwiegend FSC-zertifizierte Zellulosefasern, z.B. der Abaca-Pflanze. Das synthetische Nassfestmittel hat einen Anteil von unter einem Prozent. Filterpapier und Biobaumwollfaden sind industriell kompostierbar nach EU Norm EN 13432. Das gilt nicht für das Fadenetikett, da es nicht kompostierbare Farben und Kleber enthält. Da viele Abfallbetriebe zurzeit noch nicht flächendeckend in der Lage sind, industriell zu kompostieren, empfehlen wir bis auf weiteres die Entsorgung des gesamten Teebeutels über die Restmülltonne.

Das GEPA Fazit

Auch, wenn die Antwort von GEPA eine Weile auf sich warten lies, freuen wir uns umso mehr über das ausführliche Feedback und die positiven Entwicklungen im Bereich der Teebeutel. Wir finden es außerdem interessant, dass GEPA der erste Hersteller ist, der die Entsorgung über die Restmülltonne empfiehlt, auch wenn theoretisch die Entsorgung über die Biotonne bei Teilen des Teebeutels möglich wäre. Ebenfalls interessant ist der Fakt, dass GEPA konkret auf die Entsorgung des Etiketts eingeht, welches bei vielen anderen Herstellern vermutlich auch nicht über die Biotonne entsorgt werden sollte.

Wir empfehlen die Entsorgung der Umverpackung über den Wertstoff.

Dennree

Dennree ist ein Bio-Hersteller, dessen Produkte mit einigen Bio-Zertifikaten ausgezeichnet sind. Doch sind die Teebeutel des Dennree Tees auch plastikfrei? Wir haben nachgefragt und folgende Antwort erhalten:

„Bezüglich der Zusammensetzung unserer Teebeutel können wir Dir versichern, dass diese zu 100% aus Papier und somit komplett plastikfrei sind. Du kannst Sie auf dem Kompost entsorgen. Die Verpackung des losen Tee´s besteht aus einer Polypropylen-Folie, welche über den gelben Sack (Kunststoffverpackungen) zu entsorgen ist. Leider stellen kompostierbare Kunststoffe gerade bei haltbaren und flüssigen Lebensmitteln wie Kaffee, Tee oder Teigwaren usw. keine wirkliche Alternative für die Verpackung dar, da ihnen wichtige Eigenschaften, wie die notwendige Gasdichtigkeit und Verschließbarkeit (gerade bei Verpackungen aus Maisstärke) fehlen. Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, die aktuelle Verpackung bei zu behalten, bis wir auch hierfür eine nachhaltigere Alternative gefunden haben.“

Das Dennree Fazit

Hier haben wir wieder mal ein schönes ausführliches Feedback erhalten. Das Unternehmen macht sich definitiv Gedanken über ihre Verpackungen, auch wenn die Umverpackung des losen Tees noch aus Plastik besteht. Immerhin sind die Teebeutel plastikfrei und können über den Kompost oder die Biotonne entsorgt werden.

Bünting

Bünting ist das älteste private Teehandelshaus Ostfrieslands. Bünting produziert unter anderem auch Bio-zertifizierten Tee. Auf unsere Anfrage per Kontaktformular wurde uns sehr schnell und informativ geantwortet. Konkret haben wir auch hier nach der Zusammensetzung und Plastikfreiheit der Teebeutel gefragt, so wie nach dem Material der Umverpackung, des Etiketts und des Fadens:

„Die Nachhaltigkeit unserer Produkte ist uns und unseren Kunden ein großes Anliegen. Deswegen freuen wir uns, hier vor kurzem einen großen Schritt getan zu haben: Seit September 2019 produziert das Bünting Teehandelshaus nur noch komplett plastikfreie Teeaufgussbeutel. Das ist möglich, weil wir die Teebeutel nicht versiegeln, sondern rändeln.Die Teebeutel bestehen jetzt zu 100% aus Papiermaterial. Da die Fäden aus Baumwolle sind und das Etikett aus Papier, sind unsere Teebeutel nun auch bedenkenlos kompostierbar. Die Pappe für die Verpackungen stammt zudem vollständig aus nachhaltiger, FSC-zertifizierter Forstwirtschaft.“

Das Bünting Fazit

Scheinbar hatte Bünting bis vor Kurzem noch Kunstfasern in ihren Teebeuteln. Erfreulicherweise wurde hier auch auf natürliche Fasern umgestellt. Die Fäden bestehen offenbar nicht aus Bio-Baumwolle, sind aber immerhin nicht aus Kunstfasern.

Laut Hersteller können die Teebeutel über den Kompost – und somit auch über die Biotonne entsorgt werden. Wie immer gilt auch hier der Hinweis: Wer auf Nummer Sicher gehen will, wirft die Teebeutel in den Restmüll.

Tee von Drogerie Eigenmarken

Mittlerweile gibt es Tee auch in vielen Drogeriemärkten von den entsprechenden Eigenmarken zu erwerben. Auf euren Wunsch haben wir die größten deutschen Drogeriemärkte zu ihren Tees befragt.

Konkret waren das Rossmann, dm Drogeriemarkt und Müller.

Rossmann

Rossmann führt bei Tee die Eigenmarken Kings Crown und altapharma. Auf unsere Anfrage, ob die Teebeutel dieser Eigenmarken plastikfrei sind, aus welchen Fasern die Beutel konkret bestehen und wie wir sie korrekt entsorgen können, erhielten wir folgende Antwort:

„Unsere Kings Crown Teebeutel bestehen aus Tee, Papier- und Baumwollmaterialen. Für das Teefilterpapier werden ausschließlich natürlichen Materialien eingesetzt, Hauptbestandteile sind Zellulose und Abacafasern. Bei dem Fadenmaterial handelt es sich um reine unbehandelte Baumwolle und das Etikett besteht aus Papier. Bei den Aufgussbeutel wird kein Plastik oder Mikroplastik eingesetzt.“

Für altapharma haben wir folgende Antwort erhalten:

„Die verwendeten Filterpapiere des Teebeutels werden mit natürlichen Zellulosefasern wie Abaca und Zellstoff hergestellt, die ihrer Natur nach kompostierbar und biologisch abbaubar sind. Im weiteren Herstellungsprozess wird ein geringer Anteil (<1%) eines synthetischen Nassfertigkeitsmittels hinzugefügt, um sicherzustellen, dass das Papier im heißen Wasser nicht zerfällt und für die Endanwendung geeignet ist.“

Das Rossmann Fazit

Zumindest bei der Eigenmarke Kings Crown können die Teebeutel angeblich über den Kompost oder die Biotonne entsorgt werden.

dm Drogeriemarkt

Der Drogeriemarkt dm führt Tee mit den Eigenmarken „dmBio“ und „DAS gesunde PLUS„. Die dm Bio Tees gibt es auch lose, diese sind leider in Plastik verpackt. Auf unsere Anfrage erhielten wir folgende Antworten:

„Die Teebeutel und Baumwollfaden der dmBio Tees sind vollständig kompostierbar.“

Von „DAS gesunde PLUS“ haben wir bisher – auch nach mehrmaligem Nachfragen – keine Antwort erhalten, da wir diese Marke extra anschreiben mussten, auch wenn es sich um eine dm Eigenmarke handelt.

Das dm Fazit

Wir haben im Fall von Teekanne schon gelernt, dass Firmen ihre Teebeutel auch als kompostierbar deklarieren, obwohl sie zu einem Teil aus Kunststoff bestehen. Leider ist die Antwort der dm Mitarbeiterin sehr kurz gehalten. Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, aus was die Teebeutel bestehen, obwohl wir das konkret nachgefragt haben. Wir würden in diesem Fall also die Entsorgung über den Restmüll empfehlen.

Müller

Müller Drogeriemarkt führt die Tee-Eigenmarken Bio Primo und Müllers Tee Stube. Auf unsere Anfrage erhielten wir folgende Antwort:

„Die Teebeutel setzen sich aus folgenden Materialien zusammen: Bio Doppelkammerbeutel: Filter = Papier, Faden = Baumwolle, Etikett = Papier. Bio Pyramidenbeutel: Filter = Polyamid, Faden = Polypropylen, Etikett = Papier / Polyethylen / Polypropylen.“

Wir können also schon einmal festhalten, dass die Bio Pyramidenbeutel nicht plastikfrei sind, und auch nicht aus Bio-Kunststoff bestehen. Da wir „Papier“ mittlerweile als sehr dehnbaren Begriff empfinden, haben wir noch einmal nachgefragt, aus welchem Material das Papier denn nun konkret besteht, da diese Frage beim ersten Mal übergangen wurde.

„Anbei die Antwort des Herstellers: Das Teefilterpapier 014/R03 besteht aus einer speziellen Mischung aus natürlichen Zellulosefasern und einem geringen Zusatz von Nassfestigungsmittel, um sicherzustellen, dass das Papier die technisch notwendigen Eigenschaften für die Weiterverarbeitung besitzt und für die Endanwendung geeignet ist. In dieser Papiersorte sind keine erdölbasierten Fasern enthalten. Der geringe Anteil an Nassfestigkeitsmittel (<1%) ist in dem Papier gebunden. Das Nassfestigkeitsmittel ist erdölbasierend und wird als Polymer (und nicht als Plastik) eingestuft. Diese Papiere werden gemäß ihrer Zusammensetzung vollständig biologisch abgebaut und hinterlassen wenige oder keinen Rückstand. Sie können auch als kompostierbar eingestuft werden. Sie lassen sich in normalen Gartenkompost kompostieren, wie unsere eigenen Tests bestätigt haben.“

Das Müller Fazit

Hier haben wir also wieder einen Fall von „laut Definition theoretisch kompostierbar“ aber vermutlich nicht rückstandlos abbaubar. Die normalen Papierteebeutel würden wir also über den Restmüll entsorgen. Die Pyramiden-Teebeutel der Müller Eigenmarken sollten ebenfalls über den Restmüll entsorgt werden. Da die Bio-Pyramidenteebeutel komplett aus Plastik bestehen, würden wir diese Teesorte allerdings gar nicht erst kaufen.

Fazit der Hersteller-Feedbacks

So wirklich mit der Sprache rausrücken wollten einige Hersteller leider nicht. Entweder kam ihnen das ständige Nachfragen irgendwann spanisch vor, oder sie werden einfach dazu angehalten, nicht über Plastik & Co. zu sprechen.

Bei den meisten bekamen wir daher recht schnell die typisch standardisierten Chat-Antworten. Bei genauerem Nachfragen wurde dann schon etwas zögerlicher geantwortet, denn man muss ja den Tanz zwischen zu viel und zu wenig Info schaffen. An einem gewissen Punkt hatten wir das Gefühl, dass sich einige Hersteller lieber nicht weiter äußern wollten. So ein Plastik-Shitstorm will schließlich niemand heraufbeschwören – vor allem nicht in den heutigen viralen Zeiten.

Als besonders positiv empfanden wir die Antworten von Pukka, YogiTea, Lebensbaum, GEPA und Sonnentor. Auch wenn die Zusammensetzung der Teebeutel inkl. Umverpackungen noch nicht ideal ist: Diese Unternehmen scheinen sich wirklich Gedanken über ihren ökologischen Fußabdruck zu machen, und das nicht nur auf ihrer Website zu behaupten. Außerdem wirken ihre Antworten sehr persönlich und nicht standardisiert und die Infos waren offen und transparent. Alle Hersteller machen sich scheinbar viele Gedanken zu ihren Materialien und wollen das Thema „Plastik“ entweder aktiv bekämpfen – oder zumindest still und heimlich unter den Teppich kehren.

Es ist also wichtig, als Endverbraucher extrem gut hinzuschauen und im Zweifel direkt und deutlich bei den Herstellern nachzufragen, aus was ihre Teebeutel bestehen. Obwohl die Grundmaterialien der Teebeutel scheinbar sehr oft dieselben sind, verwenden die Hersteller wohl andere Zusatzmaterialien, je nachdem welche Maschinen sie für die Teebeutel-Produktion verwenden.

Die Entsorgung – Biotonne oder Restmüll?

Entsorgung im eigenen Kompost

Einige Hersteller behaupten, dass ihre Teebeutel über die Biotonne oder den Gartenkompost entsorgt werden können. Wir haben festgestellt, dass Teebeutel mit synthetischen Anteilen extrem langsam auf dem Gartenkompost verrotten würden, und das Gitterfasernetz der Kunstfasern noch lange bestehen würde. Auch nach mehrmaligen Umwälzen und unter perfekten Bedingungen auf dem Gartenkompost, würde die Zersetzung der Kunstfasern sehr lange dauern. Außerdem würden wir damit Mikroplastik im eigenen Garten produzieren.

Zudem beinhaltet jeder Teebeutel Nassfestigkeitsmittel. Dieses wird den Teebeuteln beigemischt, damit sie im heißen Wasser nicht zerfallen. Es ist zwar laut Definition kein Kunststoff, aber dennoch ein synthetisches Polymer, welches sich nicht rückstandslos zersetzt. Auch wenn das keine Auswirkungen auf die Qualität der Komposterde hat, finden wir das nicht gerade toll.

Entsorgung über die Biotonne – eine schlechte Idee

Was in der Biotonne landet, wird in großen Mengen auf industrielle Kompostanlagen geworfen. In diesen industriellen Kompostanlagen herrschen „perfekte Bedingungen“, um den Biomüll wesentlich schneller und gründlicher zu zersetzen, als auf dem Gartenkompost.

Der Biomüll wird sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Somit verrottet der Müll schneller, Keime werden abgetötet und am Ende wird aus dem Biomüll Komposterde oder Dünger.

Soweit zur Theorie. Fakt ist, dass die Rottezeiten in industriellen Kompostieranlagen auf den Abbau von Bioabfällen angepasst sind. Aus Kapazitätsgründen ist diese Zeit deutschlandweit fast überall zu kurz für den Abbau von „kompostierbaren“ Kunststoffen!

Eine Mitarbeiterin einer der größten bayerischen Kompostieranlagen hat uns mitgeteilt, dass Bio-Plastiktüten und „kompostierbare“ Verpackungen (darunter Biokaffeekapseln, Biokunststoff-Teebeutel, sowie „kompostierbares“ Einweggeschirr, etc.) in industriellen Kompostieranlagen dieselben Probleme verursachen wie „echtes“ Plastik.

Der Abbau erfolgt nicht schnell genug, das Material bleibt als Störstoff im fertigen Kompost und es muss anschließend aufwendig abgesiebt werden. Bei diesem Prozess wird auch guter Kompost abgesiebt. Das ist am Ende ein großer Kostenfaktor, da das abgesiebte Material teuer entsorgt werden muss. Um genau zu sein, verursachen diese Störstoffe alleine bei der genannten bayerischen Kompostieranlage ca. 350.000€ Kosten.

Aus all diesen Gründen legen wir euch sehr ans Herz, Teebeutel (Papier und Biokunststoff) und deren „Biokunststoff“-Umverpackungen im Restmüll zu entsorgen. Papierumverpackungen können ins Altpapier. Dasselbe gilt für Kaffeefilter.

Teebeutel-Formen und ihre Zusammensetzung

Zusammenfassend können wir über die verschiedenen Beutelformen und deren Zusammensetzung Folgendes festhalten:

Einkammerteebeutel

Bestehen aus nur einer Kammer und werden an mehreren Ecken über ein Heißsiegelverfahren verschlossen. Diese Teebeutelform besitzt aufgrund der Verschlussart neben pflanzlichen Fasern höchst wahrscheinlich auch Anteile von Kunststofffasern. Sie besitzen außerdem einen Faden, welcher mit einer Wachsschicht umgeben ist, damit sich der Faden und das Etikett nicht mit Wasser vollsaugen können.

Doppelkammerteebeutel

Doppelkammer Teebeutel Zeichnung

Doppelkammerteebeutel bestehen aus zwei Kammern, die umgefaltet werden und oben entweder versiegelt oder vernäht werden. In der Regel ist diese Beutelform aber gefaltet und nicht geklebt. Durch die zwei Kammern kann das heiße Wasser den Teebeutel von mehreren Seiten umspülen, so dass sich das Tee-Aroma besser entfalten kann. Auch diese Beutel besitzen einen leicht gewachsten Faden und ein Etikett. Das Teebeutelpapier besteht meist aus Abacá und Holzpulpe. Geringe Anteile von synthetischen Fasern könnten vorhanden sein, das ist aber abhängig vom Hersteller.

Pyramidenteebeutel

Pyramiden Teebeutel Zeichnung

Diese Beutel sind wie der Name schon sagt in Pyramidenform. Ich habe das Gefühl, dass sie meist für sehr hochwertig erscheinenden Tee verwendet werden. Sie besitzen einen Faden und ein Etikett.Viele Menschen glauben – so auch wir bis vor Kurzem – dass das Material der Pyramidenteebeutel aus Nylon oder anderem erdölbasiertem Kunststoff besteht. Während unserer Recherche haben wir aber gelernt, dass diese Teebeutel immer aus Bio-Kunststoff bestehen. Genauer gesagt aus Polylactid, ein auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Bio-Kunststoff. Durch den Kunststoff werden die Aromen des Tees besser gehalten, und die Qualität wird auch bei langer Lagerzeit gewährleistet. So kann theoretisch auf eine Kunststoffversiegelung der Teebeutelhüllen und -verpackungen verzichtet werden.

Teebeutelpads

Auf dem deutschen Markt eher selten, sind Teebeutel in runder oder eckiger Form ohne Faden & Co. Die angeschriebenen Hersteller bieten solche Beutel auch nicht an. Der Vollständigkeit halber wollen wir trotzdem kurz auf sie eingehen, denn diese Teebeutel bestehen immer zu einem Teil aus Plastik, da die Ecken über ein Heißsiegelverfahren verschlossen werden müssen. Dies ist nur möglich, wenn im Beutelmaterial auch Kunststoff enthalten ist. Du findest diese Beutelform häufig bei englischen Tee-Herstellern.

Teebeutelmaterial im Vergleich

Wie wir anhand der Hersteller-Antworten gelernt haben, bestehen die meisten „normalen“ Teebeutel, also Doppelkammerbeutel, zumindest anteilig aus Abacá und Holzpulpe. Die Pyramidenteebeutel bestehen, zumindest bei den angeschriebenen Herstellern, aus Bio-Kunststoff auf Basis von Maisstärke.

Weder über Abacá noch über Bio-Kunststoff haben wir bis zu diesem Zeitpunkt viel gewusst. Diese Wissenslücken haben wir natürlich gefüllt und verraten euch jetzt, wieso diese Materialien für Teebeutel verwendet werden, und welche Vor- bzw. Nachteile sie haben.

Abacá

Abacá wird auch Manilahanf, Bananenhanf oder Musahanf genannt. Abacá ist eine in Ostasien heimische Pflanzenart aus der Gattung der Bananen und wird ausschließlich als Faserpflanze genutzt, da die Früchte nicht essbar sind. Sie wird deswegen auch als „Faserbanane“ oder „Textilbanane“ bezeichnet.

90 Prozent des weltweit vertriebenen Abacá stammt von den Philippinen. Dort garantiert die Abacá-Produktion vielen Landbewohnern ein regelmäßiges Einkommen. Rund 1,5 Millionen Menschen leben von Anbau und Verarbeitung des Hanfs. Die meisten Bauern pflanzen Abacá zusätzlich neben Mais oder Getreide an. Die Pflanze ist pflegeleicht, und aus der Wurzel können nach der Ernte immer wieder neue Sprösslinge wachsen.

Ursprünglich wurde aus Abacá-Fasern Kleidung, Matten, Seile, Fischernetze und Taue hergestellt. Heutzutage wird Abacá-Faser zu Pulpe verarbeitet, also in Wasser gelöst und zu Papier für Teebeutel, Zigarettenpapier, Wursthüllen und industrielle Filter hergestellt. Das besondere an Abacá-Papier ist, dass es sehr feinporig und sogar bei Nässe immer noch reißfest ist. Zudem ist das Papier geschmacksneutral.

Aufgrund der Reißfestigkeit, auch bei Nässe, eignet sich Abacá besonders als Material für Teebeutel. Das ist nicht nur praktisch, wenn wir den Teebeutel in heißes Wasser legen, sondern auch für die Herstellung. Teebeutel-Papier muss nämlich in wahnsinnigen Geschwindigkeiten über die Maschinen laufen, ohne dabei kaputt zu gehen.

Pyramidenteebeutel aus PLA Kunststoff

Bio-Kunststoff

Leider ist der Begriff „Bio-Kunststoff“ nicht geschützt. So werden Kunststoffe als Bio-Kunststoff bezeichnet, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe erzeugt werden, oder Kunststoffe die biologisch abbaubar sind. Doch auch erdölbasierter Kunststoff kann biologisch abbaubar sein.

In unterschiedlichen Verfahren kann aus Mais, Weizen, Kartoffeln, Zuckerrohr, Bambus oder Holz verschiedene Arten von Bio-Kunststoff hergestellt werden.

Teebeutel werden aus dem Bio-Kunststoff PLA (Polylactid, Polymilchsäure) hergestellt. PLA entsteht durch die Verkettung von Milchsäuren, die wiederum ein Produkt der Fermentation aus Zucker und Maisstärke durch Milchsäurebakterien ist. Pyramidenteebeutel aus Bio-Kunststoff sind deswegen so beliebt, da sie im Vergleich zu „normalen“ Teebeuteln das Aroma des Tees besser halten und entfalten lassen.

Vorteile von PLA-Kunststoff

  • Ressourcenschonend, da er aus nachwachsenden Rohstoffen produziert wird.
  • Er kann theoretisch innerhalb von ca. 6-12 Wochen biologisch abgebaut werden. Allerdings nur, wenn du ihn über den Bio-Müll entsorgst. Und selbst dort sind die Rottezeiten mittlerweile aufgrund mangelnder Kapazität nicht lang genug. Mehr dazu kannst du im Kapitel zur Entsorgung weiter unten im Artikel nachlesen.
  • Hält das Aroma des Tees besser – so müssen für die Umverpackungen keine weiteren Kunststoffe eingesetzt werden.
  • Enthält keine Weichmacher.

Nachteile von PLA-Kunststoff

  • Biologisch abbaubar bedeutet nicht unbedingt kompostierbar.
  • Die Produktion der Bio-Kunststoffe ist immer noch umweltbelastend: Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden beim Anbau, Größe der benötigten landwirtschaftlichen Flächen, giftige Substanzen in der Produktion.
  • Sollte Bio-Kunststoff in großen Mengen produziert werden, konkurriert irgendwann die Anbaufläche der Rohstoffe mit denen der Lebensmittelindustrie.
  • Sorgt in industriellen Kompostieranlagen für Störstoffe in der Komposterde, und verursacht dadurch enorme Kosten, um die Komposterde nutzbar zu machen.

Nassfestigkeitsmittel – Ein Zusatz in jedem Teebeutel

Im Laufe unserer Recherche zur Zusammensetzung von Teebeuteln ist uns immer wieder der Begriff „Nassfestigkeitsmittel“ über den Weg gelaufen.

Einige Tee-Hersteller haben offen angegeben, dass ihre Teebeutel einen kleinen Anteil „Nassfestigkeitsmittel“ enthalten, und dass dieser notwendig ist.

Aber wofür genau? Und ist dieser Zusatz synthetisch oder natürlich? Plastik oder kein Plastik? Giftig oder ungiftig?

Diese Fragen haben wir Produzenten von Heißfilterpapieren gestellt und einige interessante Antworten erhalten. Wieso es so wahnsinnig schwer war, an die Produzenten ranzukommen, so wie alle Antworten und weitere Infos im Detail findest du in unserem Beitrag „Nassfestigkeitsmittel in Teebeuteln – Hersteller beantworten unsere Fragen„.

Hier schon mal ein paar Infos zusammengefasst:

Nassfestigkeitsmittel ist definitiv in jedem Teebeutelpapier enthalten, da es für die Endnutzung in (kochend) heißem Wasser notwendig ist. Ohne Nassfestigkeitsmittel würde der Teebeutel nämlich direkt zerfallen und einen unschönen Papiermatsch in deiner Tasse hinterlassen.

Somit ist die Aussage, dass Teebeutel aus 100% natürlichen Materialien bestehen, leider nicht ganz korrekt.

Nassfestigkeitsmittel sind laut Definition keine Kunststoffe. Sie sind aber dennoch ein aus Erdöl produziertes synthetisch organisches Polymer. Das ist dieselbe Grundlage, wie Kunststoff.

Aber, da das Nassfestigkeitsmittel nicht als „Hauptstrukturbestandteil“ dienen kann, wird es eben nicht als Kunststoff klassifiziert, sondern bleibt ein synthetisches Polymer (Kunstharz).

Im Teebeutel wird die Strukturfestigkeit z.B. durch die anderen Materialien (Abaca, Holzfaser) verursacht, und nicht nur das Polymer. Das Nassfestigkeitsmittel wird den anderen Materialien während der Produktion nur beigemischt, damit der Teebeutel später nicht im heißen Wasser zerfällt. Das gilt übrigens auch für Kaffeefilterpapiere.

Nassfestigkeitsmittel sind angeblich nicht gesundheitsschädlich.

Angeblich ist Nassfestigkeitsmittel kompostierbar. Wir haben aber aus den Antworten der Produzenten von Heißfilterpapieren gelernt, dass das nicht heißt, dass es rückstandslos verschwindet.

Ein laut Vorschriften kompostierbares Material erfüllt folgende Anforderungen: „[…] biologische Abbaubarkeit, Desintegration während der biologischen Behandlung, Auswirkung auf den biologischen Behandlungsprozess und Auswirkung auf die Qualität des entstandenen Komposts (Ökotoxizitätsprüfung). Bei der Ökotoxizitätsprüfung wird festgestellt, ob die nach der Kompostierung zurückbleibenden Reststoffe das Pflanzenwachstum hemmen.“

Nassfestigkeitsmittel erfüllen zwar diese Anforderungen, was aber nicht bedeutet, dass sie keine Rückstände in der Kompostiererde hinterlassen. Das heißt nur, dass die Rückstände des Kunstharzes keinerlei Auswirkungen auf das Wachstum der Pflanzen hat, welche später in diese Erde gepflanzt werden.

Leider gibt es bisher aber keine Alternativen für Nassfestigkeitsmittel – weder in Teebeuteln, noch in anderen Heißfilterpapieren (z.B. für Kaffeepads, Kaffeefilter, Teefilter, etc.).

Mehr dazu kannst du in unserem ausführlichen Beitrag zu Nassfestigkeitsmitteln nachlesen.

Was ist besser für die Umwelt? – Unser Fazit

Was ist nun besser für die Umwelt? Papierteebeutel oder Teebeutel aus Bio-Kunststoff?

Diese Frage ist wirklich nicht so leicht zu beantworten. Gehen wir davon aus, dass ein Teebeutel aus Papier und Holzpulpe besteht, der Faden aus Bio-Baumwolle und das Etikett aus Papier, und alles ohne Metallklammer auskommt – dann kannst du diesen Teebeutel einfach auf deinen Kompost werfen oder in die Biotonne. So ist das z.B. bei Pukka, YogiTea, Lebensbaum, Goldmännchen, Dennree, Alnatura und Sonnentor der Fall. Über die Biotonne wird er dann, wie der ganze andere Biomüll, früher oder später verbrannt oder zu Komposterde verarbeitet. Auch über den Gartenkompost kann er zu Komposterde werden und so weiteren Nutzen bringen. Allerdings müssen hier ideale Bedingungen die Zersetzung gewährleisten. Entweder es leben ausreichend Regenwürmer auf deinem Kompost, oder du musst ihn sehr regelmäßig umwälzen, damit die Erde bewegt wird.

Die Realität ist aber scheinbar, dass einige Papierteebeutel zu einem Teil aus Plastikfasern bestehen. Im falschen (und von einigen Herstellern auch noch propagierten) Glauben, dass diese Teebeutel auf den Kompost geworfen werden können, produzierst du leider Mikroplastik.

Am Ende sind die Papierteebeutel mit Plastikanteil also noch schlechter für die Umwelt, als die Beutel aus Bio-Kunststoff. Denn Bio-Kunststoff zersetzt sich wesentlich schneller als synthetische Fasern, und besteht zudem aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen.

Restlos kompostierbare Teebeutel aus rein natürlichen Fasern sind natürlich besser, als Bio-Kunststoff, welcher ja dennoch künstlich hergestellt wird. Allerdings müssen dann die Verpackungen der Papierteebeutel wiederum aus Plastik bzw. mit Plastik beschichtet sein. So produzieren wir trotzdem schädlichen Plastikmüll.

Wir kommen hier also nicht wirklich weiter. Beide Varianten haben ihre Nachteile für die Umwelt. Sicherlich ist Tee aus Teebeuteln in manchen Lebenssituationen bequem und praktisch, aber wirklich umweltfreundlich ist wohl nur, auf Teebeutel in jeglicher Form und aus jeglichen Materialien zu verzichten.

Es gibt glücklicherweise viele umweltschonende, müllfreie und dennoch praktikable Alternativen. Wie wäre es z.B. mit losem Tee, oder Tee aus frischen Kräutern? Dabei kommst du ganz sicher komplett ohne Plastik aus. Wie das geht erklären wir dir in unserem Beitrag „Zero Waste Tee kochen„.

Von den von uns angeschriebenen Tee-Herstellern würden wir bei YogiTea, GEPA, Lebensbaum, Sonnentor und Pukka kaufen. Wenn wir Tee kaufen (z.B. fürs Büro), dann haben wir auch tatsächlich diese Hersteller im Einkaufskorb. Die Teebeutel entsorgen wir sicherheitshalber trotzdem über den Restmüll, und die plastikhaltigen Verpackungen werden korrekt recycelt. Uns hat unsere Recherche aber noch einmal verdeutlicht, wie wichtig es ist, in Zukunft immer weniger Teebeutel-Tee zu kaufen, und auch im Büro auf losen Tee umzusteigen.

Wie ist deine Meinung zum Thema Teebeutel? Verwendest du noch welche, oder bist du bereits komplett auf Zero Waste Tee umgestiegen? Falls du noch Teebeutel verwendest, bei welchen Herstellern kaufst du? Wir können gerne noch weitere Hersteller anfragen und diesen Artikel immer weiter ergänzen. Schreib uns gerne in die Kommentare, wen wir für dich anschreiben sollen.

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Plastik im Teebeutel
Caro
Caro
Hej Du. schön, dass du hier bist! Ich bin Caro, 30 Jahre jung, aus Karlsruhe. Ich habe eine Leidenschaft für Nachhaltigkeit, Umweltschutz, vegane Ernährung, Tiere und Pflanzen. Ich stecke hinter den Beiträgen auf fairlis.de und möchte dir gerne helfen, viel Wissen, Tipps und Inspirationen rund um das Thema Nachhaltigkeit zu sammeln.

51 KOMMENTARE

  1. Ein toller Artikel!!! Vielen Dank für eure Mühe!!!
    Ich bin vor kurzem auf losen Tee umgestiegen. Noch habe ich einige Teebeutel in meiner Teebox, die brauche ich noch auf. Wenn die leer ist, werde ich die Box verschenken.
    Ich kaufe nur noch losen Tee, direkt im Teeladen mit meiner Teedose, damit ich die mir doofe Plastikverpackung spare.
    Und solange ich die Teebeutel aufbrauche, weiß ich jetzt, wie ich alles korrekt entsorgen kann.
    Also nochmal: vielen Dank!!!! 😊

    • Liebe Jasmin,

      danke für deinen lieben Kommentar.❤ Ich freue mich sehr, dass dir unser Beitrag gefallen hat. 🙂 Es ist super, dass du dir schon so viele Gedanken zu plastikfreien Tee-Alternativen gemacht hast. Wir kaufen unseren losen Tee auch im Teeladen. Es macht einfach Spaß, die verschiedenen Teesorten zum beschnuppern und sich dann die passende Sorte auszusuchen. Ich persönliche liebe frischen Minztee, oder einen würzigen Chai. Und du? 🙂

      Ganz liebe Grüße an dich ❤
      Caro

  2. Ein sehr interessanter und ausführlicher Bericht. Ist ja nicht immer so einfach das Richtige zu tun und nun bin ich auf jeden Fall schlauer als vorher.

    Ich frage mich allerdings wieso ihr so einen großen Unterschied zwischen Biotonne und Kompost macht und bei einigen Herstellen, z. B. beim Teekanne-Fazit, empfehlt vorsichtshalber über die Biotonne zu entsorgen, da sonst Mikroplastik entsteht. Das hat doch in der Biotonne auch nix zu suchen, soweit ich weiß wird daraus ebenfalls Komposterde hergestellt die ja dann mit Mikroplastik belastet ist. Sollte man das nicht über den Restmüll entsorgen, wo es verbrannt wird?

    Viele Grüße, Sabine

    • Hallo liebe Sabine,

      danke für dein Kommentar. 🙂 Der Unterschied zwischen Biotonne und Kompost ist, dass der Müll über die Biotonne in industrielle Kompostanlagen wandert. Dort herrschen höhere Temperaturen, als auf dem Gartenkompost. Außerdem wird der Biomüll dort mit speziellen Maschinen immer wieder umgewälzt, was eine schnellere und bessere Kompostierung zur Folge hat. Ein Teebeutel mit synthetischen Faseranteilen würde sich auf dem heimischen Kompost nie so fein zersetzen, wie es bei der industriellen Kompostierung der Fall ist.

      Du hast natürlich recht, dass theoretisch auch über die Biotonne Mikroplastik entstehen kann. Allerdings wären die Partikel wesentlich kleiner, als im Gartenkompost. Warum wir die Entsorgung über die Biotonne gegenüber der Entsorgung über den Gartenkompost empfehlen, hat folgenden Grund: Bevor wir diese Aussage getroffen haben, haben wir uns auf vielen offiziellen Seiten zur Müllentsorgung, so wie auf den Seiten verschiedener Gemeinden, Fachzeitschriften, etc., über Entsorgung von Teebeuteln informiert. Überall ist die Entsorgung über die Biotonne angeraten bzw. vorgeschrieben. Auch alle Hersteller haben die Entsorgung über die Biotonne angeraten. Da wir keine Experten beim Thema Müllentsorgung sind, müssen wir uns auf diese Aussagen beziehen, und möchten dir als Leserin keinen konträren Tipp geben, der nur auf unserem eigenen Empfinden beruht.

      Die von dir erwähnte Entsorgung über den Restmüll hätte den Vorteil, dass der Teebeutel verbrannt wird. Aber auch beim Verbrennen entstehen Rückstände, die wieder in Umlauf geraten. Du siehst, guter Rat ist hier teuer und es gibt eigentlich keinen idealen Weg Produkte zu entsorgen, die zu einem Teil aus natürlichen Rohstoffen und zum anderen Teil aus Kunststofffasern bestehen.

      Aus diesem Grund ist unser umweltfreundlicher Ratschlag, nur komplett plastikfreie Teebeutel zu kaufen – oder noch besser, komplett auf losen Tee umzusteigen.

      Ich hoffe meine Antwort konnte dir weiterhelfen. Falls du noch weitere Fragen hast, kannst du dich jederzeit wieder melden.
      Danke auch für dein kritisches Hinterfragen.

      Ganz liebe Grüße
      Caro

  3. Vielen Dank für den interessanten und auch hilfreichen Artikel. Auf die Idee, dass in Teebeuteln Kunststoffe verarbeitet sein könnte bin ich noch gar nicht gekommen. Ich werde nach diesem Artikel komplett auf losen Tee umsteigen, da ich auch keinen Biokunststoff in meiner Küche möchte. Und eigentlich schmeckt loser Tee auch noch besser.

    • Hallo liebe Ella,

      danke für dein Kommentar. 🙂 Wir freuen uns sehr, dass dir unser Artikel weitergeholfen hat. Uns war auch lange Zeit nicht bewusst, dass in normalen Papierteebeuteln Kunststoff enthalten sein kann, und dass das bei vielen Herstellern so ist. Bio-Kunststoff ist für uns auch keine Alternative. Wir stellen daher auch gerade komplett auf losen Tee um, da auch die plastikfreien Teebeutel trotzdem eine plastikhaltige Verpackung haben.

      Und wie du sagst, loser Tee schmeckt auf jeden Fall auch noch besser 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Falk

  4. Bitte sagt doch ihr nicht auch noch, dass die erdölbasierten Kunststoffe in Kompostieranlagen besser zerteilt werden können und sich dadurch besser zersetzen. Das ist doch genau das Problem! Dort wird Plastik in den Shreddern kleingehäckselt und landet dann auf Feldern oder in unserer Blumenerde. Zersetzen tut sich da gar nichts von den Plastikteilen! Stattdessen gelangt noch mehr unverrottbare Plastik in die Natur, in noch kleineren Teilen. Auch die Biokunststoffe werden in der Kompostieranlagen leider nicht zersetzt, weil die Liegezeiten dort viel zu kurz sind. Auch biologisch abbaubare Mülltüten sind ein großes Problem in den Anlagen. Sie verrotten dort nicht. Kein Anlagenbetreiber kann sich leisten einen großen Haufen mit Biomüll inklusive der ganzen Biokunststoffe monatelang liegenzulassen und auf die Verrottung zu warten. Zu den Teebeuteln ist zu sagen, dass ich eher davon ausgehen würde, dass sie alle zumindest eine kleine Menge Kunstfasern enthalten. Das Papier dazu kommt aus wahrscheinlich nur einer kleinen Anzahl von Betrieben bzw. mehr oder weniger alles von den selben Maschinen. Die westlichen Kunden verlangen eine gewisse Qualität, d.h. auch Reißfestigkeit. So haben die Hersteller oft wahrscheinlich gar keine andere Wahl als Kunstfasern beizumischen, würden aber alles unterschreiben von wegen plastikfrei usw. Der Kunde im Westen fragt da auch nicht so genau nach. Ich würde jedenfalls alle Teebeutel über den Restmüll entsorgen bzw. losen Tee kaufen.

    • Liebe Anja,

      danke für dein Feedback. 🙂 Du hast das ganz richtig erfasst: Durch die Zerteilung der Kunststoffe entsteht Mikroplastik, welcher dann vermutlich mit der entstandenen Komposterde wieder in der Natur landen könnte. Aktuell ist es so, dass Biokunststoffe in den industriellen Kompostieranlagen sogar aussortiert wird, da die Lagerzeiten – wie du auch korrekt geschrieben hast – zu kurz sind, um eine korrekte Zersetzung zu gewährleisten. Die aussortierten Biokunststoffe werden dann verbrannt. Das gilt auch für die von dir erwähnten Biomüllbeutel. Wir haben übrigens gestern einen Beitrag zu Biokunststoff geschrieben, falls du dich für das Thema näher interessierst.

      Sicherlich ist die Entsorgung von Biokunststoff-Teebeuteln nicht ideal. Das haben wir auch so geschrieben. Es wird allerdings von allen offiziellen Stellen so empfohlen, deswegen müssen wir bei einem entsprechend recherchierten Artikel dies auch erwähnen. Wir gehen daher auch nochmal speziell auf das Thema Entsorgung, Mikroplastik und Co. ein. Wichtig war uns, zu verdeutlichen, dass Teebeutel nicht auf den Gartenkompost geschmissen werden sollten. Wir erwähnen auch, dass jeder, der auf Nummer sicher gehen will, Teebeutel in den Restmüll werfen sollte. Empfehlen wollen wir diese Entsorgung aber nicht, da wir eben keine Experten sind, und uns das nicht anmaßen würden. 🙂

      Deswegen geben wir dir auch vollkommen recht, dass die eigentlich beste Lösung ist, losen Tee zu kaufen. Zu deinem Punkt mit den synthetischen Fasern: Es ist wirklich so, dass es Teebeutel ohne eine einzige synthetische Faser gibt (z.B. von Goldmännchen). Solche Herstellverfahren gibt es, auch wenn die Teebeutel nicht so ultraresistent sind, wie die mit Synthetikfasern. Viele der angeschriebenen Hersteller gehen offen und ehrlich mit dem Anteil an Kunstfasern um, daher vertrauen wir auch auf die (zumindest zum Großteil) offene und ehrliche Kommunikation.

      Ich hoffe wir konnten dir hier weiterhelfen. Falls du noch weitere Fragen oder Anliegen hast, melde dich gerne wieder hier, schreibe uns eine E-Mail oder kontaktiere uns auf instagram (@fairlis.de).

      Viele liebe Grüße
      Caro

  5. Wow – tolle, aufwendige Recherche – Respekt und vielen Dank für’s Teilen!
    Eine Frage hab ich noch, vielleicht weißt Du es ja: Bei losem Tee nehme ich wenn möglich zwar ein Teesieb, aber wenn man direkt eine ganze Kanne/Thermosflasche macht, passt das nicht rein und ich muss auf Papier-Teefilter ausweichen. Die sind auch an drei Seiten geklebt und nun frage ich mich, ob hier dasselbe gilt wie bei den Einkammer-Teebeuteln? Dann hätte ich da ja mal rein gar nichts gekonnt 🙁
    Konkret verwenden wir die Teefilter von dm.
    Lieben Dank & Grüße
    Ina

    • Hallo liebe Ina,

      danke für dein Kommentar.❤ Ich freue mich, dass dir unser Beitrag gefallen hat. Wir haben in unserer Recherche den Hersteller Cilia angeschrieben, welcher Teefilter herstellt. In diesen Teefiltern sind synthetische Fasern vorhanden. Ich vermute, dass auch in den dm Filtern, wenn sie an mehreren Stellen geklebt sind, Anteile an synthetischen Fasern enthalten sind.

      Es gibt aber tolle plastikfreie Alternativen: Spezielle Teesiebe für Thermoskannen. Gib einfach mal „Teesieb füt Thermoskanne“ in die Suchmaschine deiner Wahl ein. Diese Siebe sind wesentlich schmaler und länger und somit perfekt geeignet für eine Thermoskanne.

      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

      Ganz liebe Grüße und einen wunderbaren Tag an dich❤
      Caro

  6. Hallo Fairlis Team! Vielen Dank für ein wirklich tolles Artikel! WIRKLICH KLASSE.
    Es gibt es in Deutschland seit einem Jahr eine Marke, die sich die Lösung des Themas Plastik/Mikroplastik im Tee Business als Hauptziel stellt. WITALTEA.COM – produziert eine „ORGANIC LINE“, die das hat, was die anderen Marken nicht haben, und zwar: Ganze Volle Tee-Blätter; Teebeutel aus ungeblichener Baumwolle (inklusive die Naht); keine einzelne Verpackung pro Teebeutel aus Papier oder Plastik – die Beuteln sind in einem Sack aus 100% biologisch abbaubarem und kompostierbarem Plastik aus Zellulose untergebracht; das Ganze – in einer Verpackung aus Grasspapier, das zu 50% aus Grassfasern hergestellt wird und Unmenge Ressoursen bei der Herstellung spart.

    Also – Dieses Produkt hat KEIN PLASTIK/MIKROPLASTIK im Beutel, hat zu 100% kompostierbare und abbaubare Einzelverpackung für 17 Beutel (spart Unmenge Müll) und das Grasspapiert wird momentan fast niergendwo eingesezt, weil sehr rahr in der Produktion. Das Resultat – damit produziert Ihr kein Mikroplastik.

    Das Ganze hat einen etwas höheren Preis, als alle die von Ihnen genannten Marken und geht erst jetzt in den Handel – REWE und EDEKA haben die Marke gelistet.

    • Hallo Aleksej,

      vielen Dank für dein spannendes Kommentar! Wir werden uns näher mit der Marke Witaltea auseinandersetzen. Das hört sich super cool an 🙂

      Viele liebe Grüße
      Caro ❤

  7. Interessanter Bericht, den ich ehrlicherweise nicht ganz gelesen habe. Denn mich beschäftigt eine ganz andere, wichtige Frage im Zusammenhang mit Teebeuteln: Ist der Faden aus biologischer Baumwolle? Denn in diesen Beuteln stecken tausende von Kilometern Baumwollfäden. Ich habe bei meinem (ehemaligen) Lieferanten Sirocco nachgefragt, ob die Fäden denn auch biologischer Baumwolle seien. Einerseits, weil ich nicht will, dass über die Fäden irgendwie Schadstoffe in meinen Bio-Tee gelangen. Andererseits, weil es mir ein grosses Anliegen ist, keine Baumwolle aus umweltschädigenden Anbau zu „konsumieren“. Denn der konventionelle Anbau von Baumwolle ist ja mit zig problematischen Themen behaftet: Pestizide, Wasserverbrauch, genmanipuliertes Saatgut etc.
    Ich musste auch mehrfach bei Sirocco nachhaken und wurde ebenfalls immer wieder mit schwammigen Antworten abgefertigt. Die Art und Weise wie Sirocco über das Thema Nachhaltigkeit kommuniziert, auch auf der Website, legte mir den Schluss nahe, dass Nachhaltigkeit nicht wirklich Teil ihrer Unternehmensstrategie ist, sondern einfach nur Greenwashing betrieben wird. Deshalb habe ich mich von der Firma verabschiedet und suche nun nach glaubwürdigeren Alternativen.

    • Liebe Monika,

      danke für dein Kommentar!❤ Super, dass du dich näher mit dem Thema beschäftigt hast und auch selbst aktiv eine Firma angeschrieben hast. Wir haben ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Firmen transparent kommunizieren. Bei unseren Hersteller-Nachfragen haben wir zum Teil auch Feedback zu den Fäden erhalten. Bei einigen Herstellern sind diese aus Bio-Baumwolle. So z.B. bei Pukka, YogiTea, Lebensbaum, Goldmännchen, Dennree, Alnatura und Sonnentor. Hier kannst du also sicher sein, dass über den Faden keine Schadstoffe in deinen Tee gelangen. Wir hoffen wir konnten dir damit weiterhelfen.

      Falls du noch weitere Fragen hast, melde dich gerne bei uns.

      Viele Grüße
      Caro

  8. Wow Danke für den Beitrag

    ich geniesse gerade den Tee von IKEA den ich mir ins Krankenhaus bringen ließ weil der Kaffee mir mir nicht wirklich schmeckt

    die Beutel sind so hübsch u d der Tee riecht und schmeckt echt gut – aber dann musste ich losgoogln weil mich genau diese Frage beschäftigt hat – woraus besteht der Teebeutel ?

    auf der einzeln verpackten Papierhülle die halb so gross sein könnte steht: de-öko-001

    der Tee sei Bio – ich habe EGENTID black tea bergamot and oak flavour organic 2 g

    bin gespannt auf die Kommentare und Recherchen … LG Bianka

    • Hallo liebe Bianka,

      danke für dein Feedback!❤ Wir freuen uns, dass dir der Beitrag gefallen hat. Bzgl. den Ikea Tees werden wir uns auf die Recherche begeben und die Firma für dich anschreiben. Wir hoffen, dass es dir bald wieder besser geht und melden uns wieder bei dir, sobald es Neuigkeiten zur Zusammensetzung der Teebeutel von Ikea gibt.

      Ganz liebe Grüße ❤
      Caro

  9. Was ich nicht verstanden habe ist das du einserseits Alnatura glaubts das der Teebeutel Kunststofffrei ist aber bei dm Bio glaubts du es nicht. Dabei gehören beide zum selben Konzern.
    Kannst du auch mal bei Lidl wegen den Eigenmarken nachfragen?

    • Hallo Uwe,

      danke für dein Feedback. Meine Aussagen haben nichts mit „glauben“ oder „nicht glauben“ zu tun. dm Bio hat leider einfach keine konkrete Antwort gegeben, ob die Teebeutel kunststofffrei sind, oder nicht. Alnatura hat das konkret beantwortet. Soweit ich weiß, gehören Alnatura und dm Bio auch nicht zum selben Konzern. dm war nur Vertriebspartner von Alnatura.

      Zudem kann es auch innerhalb eines Konzernes passieren, dass Produkte je nach Marke von unterschiedlichen Herstellern produziert werden. Es ist daher fahrlässig, die Aussagen der einen auf die andere Firma zu übernehmen, ohne eine konkrete Aussage dazu vorliegen zu haben.

      Ich hoffe, das hat dir weitergeholfen. 🙂 Gerne werden wir auch bei den Lidl Eigenmarken die Teebeutelzusammensetzung anfragen.

      Viele liebe Grüße
      Caro

      • Hallo. Habe Lidl Schweiz angefragt ob die Teebeutel der bio Tees Plastik enthalten und folgende Antwort erhalten:
        „Die Lieferant der Bio Tees bestätigt uns, dass die Teebeutel aus über 99% natürlicher Zellulosefasern, die aus Holz und Bananenblättern gewonnen werden, besteht. Diese natürlichen Fasern werden minimalst mit Nassfestmitteln behandelt. Dies ist notwendig, um das Filterpapier reissfest zu machen. Dieses Nassfestharz verbindet sich untrennbar mit der Papierfaser. Es ist wasserunlöslich und macht den Beutel stabil. Die Teebeutel sind somit vollständig kompostierbar.“
        Gruss

        • Hallo Michael,

          super, danke dir für deinen Input und die Recherche! Wir sind gerade dabei etwas mehr zu dem „Nassfestmittel“ zu recherchieren, das scheinbar in fast allen Heißpapierfiltern enthalten ist. Wir sind gespannt, was wir dazu rausfinden können.

          Liebe Grüße
          Caro

          • Hallo Michael,

            zu dem Thema kommt in den nächsten Wochen ein Beitrag hier auf fairlis.de. Wir haben uns nämlich dieselbe Frage gestellt, und auch hier bei Herstellern nachgefragt.
            Aktuell fassen wir gerade unsere Erkenntnisse und die Antworten zusammen.

            Als kurze Vorab-Info: Nassfestigkeitsmittel sind synthetisch, aber laut Definition kein Plastik. Wieso genau, und was es stattdessen ist, werden wir im neuen Beitrag klären.
            Der geht in ca. 2 Wochen live.

            Sobald der verfügbar ist, gebe ich dir nochmal eine Info.

            Viele liebe Grüße
            Caro

  10. Wie sieht es eigentlich mit Kaffeefiltern aus? Die sind doch auch immer zusammen gepresst. Kann man die bedenkenlos auf den Kompost geben? LG Katharina

    • Liebe Katharina,

      leider haben wir bei Herstellern von Kaffeefiltern bisher nicht nachgefragt. Hast du einen bestimmten Hersteller, der dich interessieren würde? Dann können wir ihn gerne mal anschreiben und uns weiter informieren.

      Wir befürchten aber auch, dass hier dasselbe Problem vorherrscht.

      Ganz liebe Grüße
      Caro

  11. Toller Artikel, danke für euere Mühe! Die Marke Dallmayr gehört übrigens zu Nestle, evtl könnt ihr das ja noch ergänzen, wie ihr es bei anderen Marken gemacht habt, da der Konzern ja auch nicht unumstritten ist.

    • Liebe Angie,

      danke für dein tolles Feedback und deinen Hinweis bzgl. Dallmayr und Nestlé. Wir haben dazu ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass Dallmayr und Nestlé im Jahr 2015 ihre Partnerschaft aufgegeben haben. Dallmayr ist also aktuell komplett in Familienbesitz. Ich habe aber auch nochmal direkt bei Dallmayr nachgefragt, damit wir eine Info aus erster Hand bekommen.
      Sobald eine Antwort vorliegt, werde ich dich wieder informieren.

      Viele liebe Grüße
      Caro

  12. Vor einem guten Jahr habe ich an diverse Hersteller bzw. Supermärkte/Discounter auch die Anfrage gestellt, woraus denn die Teebeutel sind. Bis auf einen, ich glaube es war Lipton, haben alle geschrieben, dass die Beutel aus den Fasern dieser Faserbanane bestehen. Wenn ich jetzt hier lese, dass die zum Teil identischen Hersteller am Ende doch zugeben, dass Kunststoffe enthalten sind, komme ich mir blöd vor. Ich glaube ich muss von den Beuteln weg und zukünftig losen Tee kaufen.

    • Hallo Martina,

      wir verstehen deinen Frust! Uns hat es zum Teil auch verärgert, dass manche Hersteller erst nach mehrfacher Nachfrage wirklich offen auf das Thema reagiert haben.
      Wir versuchen auch hauptsächlich auf losen Tee umzusteigen.

      Viele liebe Grüße
      Caro

  13. Ein toller Artikel! Danke, für deine umfassenden Recherchen. Da haben wir all die Jahre dazu beigetragen, dass immer mehr Mikroplastik im Garten landet 😢
    In Zukunft wird es bei uns ausschließlich losen Tee geben!

    • Liebe Christiane,

      danke für dein tolles Feedback! 🙂 Manchmal kann man als Endverbraucher einfach nicht wissen, welche Auswirkungen bestimmte Produkte auf unsere Umwelt haben.
      Wir sind froh, dass wir dir weiterhelfen konnten.

      Loser Tee ist auch ganz wunderbar und eigentlich nicht weniger praktisch. 🙂

      Viele liebe Grüße
      Caro

  14. Super informativer Artikel! Vielen Dank dafür.
    Eigentlich sollte es mich nicht mehr erstaunen, dass die Hersteller ihre Artikel als „bio“ deklarieren und bei Nachfragen irgendwann zugeben, dass doch Kunststoff im Spiel ist. Wer komplett sicher gehen will, kauft seinen Tee lose im Teeladen, was allerdings meist ein sehr teures Vergnügen ist.

    Was ich noch anmerken möchte. Ihr schreibt, dass man die Kunststoff enthaltenen Teebeutel besser über den Rest- oder den Biomüll entsorgen und nicht auf dem Kompost geben sollte. Ich bin der Meinung, dass diese Teebeutel auch auf keinen Fall etwas im Biomüll zu suchen haben, sondern nur in den Restmüll gehören.

    • Liebe Martina,

      danke für dein liebes Feedback! Da hast du recht, es ist manchmal wirklich erschreckend, wie einige Unternehmen versuchen ihre „Makel“ zu verstecken.
      Zum Thema Entsorgung: Prinzipiell dürfen Teebeutel in den Biomüll, wenn sie eine entsprechende Norm erfüllen – das wird von den Herstellern und auch von Entsorgungsunternehmen so „empfohlen“. Du hast aber recht, es ist für die Umwelt – auch meiner persönlichen Meinung nach – besser die Teebeutel über den Restmüll zu entsorgen.

      Viele liebe Grüße
      Caro

  15. Der Artikel ist großartig! Vielen Dank für eure Mühe!
    Da ich oft bei der Bio Company einkaufen gehe wäre es toll wenn ihr deren Eigenmarke ebenfalls noch hinterfragen könntet 😬
    Lieben Dank und Gruß, Jenny

    • Liebe Jenny,

      danke für dein tolles Feedback! Das freut uns wirklich sehr 🙂 Wir haben uns die Bio Company auf unsere Liste geschrieben, und werden sie als nächstes anschreiben.
      Über die Ergebnisse halten wir dich hier auf dem Laufenden.

      Viele liebe Grüße
      Caro

  16. Erstmal danke für diese mühsame Recherche! Endlich Antworten auf die Fragen, die zu stellen ich zu faul war.
    Nach einleitendem Schleimen 😉 nun zu den Abers.

    Wie Uwe im August ist mir aufgefallen, daß Ihr bei den Antworten teilweise schon mit zweierlei Maß meßt: Dem einen wird, die Angabe, es sei grantiert kein Plastik im Filter, einfach mal geglaubt (Alnatura, Denree), anderen aber nicht (Meßmer, Dallmayr). Liegt das daran, daß die ersteren „bio“ sind?

    Wor allem aber machte mich die Antwort von GEPA stutzig. Die schreiben, „Außerdem wird ein geringer Anteil (unter einem Prozent) eines synthetischen Nassfestigungsmittels zugefügt, damit das Papier nicht in heißem Wasser zerfällt und somit für die Anwendung geeignet ist.“
    Das klingt, als ob dieses Naßfestmittel *nötig* sei, damit der Teebeutel nicht zerfällt. Und weiter, „Wir arbeiten laufend mit unseren Verarbeitern daran unsere Verpackungen weiterzuentwickeln. So testen wir momentan ein alternatives Filtermaterial auf den Maschinen. Bei diesem Filtermaterial ist der Cellulose-Anteil noch höher und es ist industriell kompostierbar nach DIN EN 13432.“
    Das klingt so, als ob zumindest GEPA und deren Filterhersteller noch keine kunststofffreie Lösung hätten, und die momentan getestet werdende wäre immer noch nicht völlig kuststofffrei.

    Und die ganzen anderen Anbieter, die behaupten, die Beutel seien „zu 100% aus Papier“ oder „garantiert plastikfrei“, die sollen also das Ei den Kolumbus gefunden haben, den ohne Snythetik naßfesten Teebeutel, nur GEPA nicht? Ich bin nicht überzeugt.

    Vielleicht haben die Verfasser der Antworten einfach nur elegant gelogen. Bei „100%“ haben sie von 99,5% aufgerundet, und „kein Plastik“ bzw. „kein Kunststoff“ bedeutet offenbar nicht, daß nicht so ein nicht kompostierbares Naßfestmittel drin ist, denn GEPA schreibt darüber: „Dieser synthetische Stoff ist aber kein Kunststoff.“ Wenn GEPA der Meinung ist, dieses Zeug sei kein Kunststoff (war zur Hölle denn dann? Ein Naturstoff ja wohl nicht!), dann sind vielleicht auch die anderen Anbieter dieser Ansicht, und das wiederum bedeutet, die Angabe „enthält kein Plastik“ sagt nichts darüber aus, ob Naßfestmittel verwendet wird.

    • Liebe Alexa,

      danke für dein konstruktives Feedback. 🙂 Zunächst zum Thema Nassfestmittel: Wir sind hier gerade dabei weiter nachzuforschen, um herauszufinden, was nun genau dieses „Nassfestmittel“ ist – Kunststoff oder eben nicht? Außerdem wollen wir ebenfalls herausfinden, ob nun alle Teebeutel dieses Nassfestmittel brauchen oder nicht. Da gab es nämlich auch unterschiedliche Aussagen während unserer Recherche.
      Um hier vernünftige Antworten zu bekommen, wollen wir mit Herstellern von solchen Teebeutelpapieren sprechen. Das dauert leider noch etwas Zeit. Wir halten dich aber hier auf dem Laufenden, sobald wir etwas Neues erfahren haben.

      Nun zu deinem Punkt, dass wir einigen Herstellern direkt „glauben“, anderen nicht. Uns ging es dabei eigentlich nicht um „glauben“ oder „nicht glauben“, sondern eher um die Art und Weise wie unsere Anfragen beantwortet wurden. Meßmer hatte zum Beispiel nach mehrfacher Anfrage, ob die Teebeutel auch wirklich „plastikfrei“ sind, nicht mehr geantwortet und ist nie konkret auf das „plastikfrei“ eingegangen. Das hat sie für uns etwas fragwürdig gemacht. Eine ehrliche offene Antwort, wie ich mittlerweile über Instagram von ihnen erhalten habe, hätte nicht diesen Eindruck hinterlassen.
      Alnatura und andere Hersteller haben da offener bzgl. dem Thema „Kunststoff“ geantwortet. Wir wollten in diesem Artikel auf keinen Fall bestimmte Hersteller bevorzugen. Gerade aus diesem Grund haben wir auch die Antworten der Hersteller eingefügt, damit sich jeder auch seine eigene Meinung bilden kann.
      Wir werden unsere Fazits aber noch einmal überarbeiten, damit dieser Eindruck nicht mehr entsteht. Wir wollen natürlich möglichst neutral bleiben. 🙂

      Wir hoffen, wir konnten dir damit vorerst weiterhelfen. Beim Thema Nassfestmittel müssen wir dich leider noch um etwas Geduld bitten. Wir sind dran. 🙂

      Nochmal danke für dein Feedback!

      Viele liebe Grüße
      Caro

  17. Super Artikel, der zum Nachdenken anregt. Danke dafür.
    Ich hätte da mal eine Frage dazu: Gibt es Informationen zu den Teebeuteln von Bünting?

    Liebe Grüße
    Mareike

    • Hallo Sabri,

      eine Übersicht aller plastikfreien Tees findest du ganz unten im Beitrag. 🙂 Wir werden aber auch nochmal eine Liste einfügen, damit das schneller zu finden ist.
      Danke für das konstruktive Feedback.

      Viele liebe Grüße
      Caro

  18. Hallo Caro, ich habe Deine ausführlichen Recherchen über das Mikroplastik in Teebeuteln mit großem Interesse gelesen. Ich ärgere mich jetzt leider ein wenig über mich selbst, man lässt sich leider viel zu oft von der Industrie für dumm verkaufen. Ich habe letztens Tee im `tegut` Markt gekauft – „tegut… vom Feinsten“ Beerenauslese und Granatapfel – und habe mir im ersten Moment bei diesen Pyramidenbeuteln nichts weiter gedacht. Sieht ja auch irgendwie ein wenig schicker aus, als die „normalen“ Teebeutel. Gestört hat mich im ersten Moment nur, dass die Verpackung aus einem Umkarton und einem Plastikbeutel, in dem dann die Teebeutel nochmal verpackt sind, besteht. Aber wenigstens waren die Teebeutel nicht nochmal einzeln verpackt, wie bei vielen anderen Herstellern. Der Tee schmeckt auch wirklich gut …. aber als ich auf Deinen Artikel gestoßen bin, war ich schon sehr irritiert und werde diese Tees auch zukünftig nicht mehr kaufen. In diesem Zuge habe ich dann auch die noch bei mir vorhandenen Teebeutel aufgeschnitten, den Inhalt in ein Glas geschüttet, und die Teebeutel im Restmüll entsorgt. Den Tee werde ich jetzt in einem Metallsieb aufbrühen, und nur noch unverpackten Tee kaufen oder selber machen.
    Ich möchte nämlich auf keinen Fall irgendwelche Plastikteilchen, in welcher Form auch immer, mit kochendem Wasser aufbrühen. Gleichzeitig wollte ich etwas über den Hersteller dieser Tees in Erfahrung bringen. Auf der Verpackung steht nämlich, dass der Hersteller PLFC – Private Label Food Concept GmbH An der Dreikönigskirche 10 01097 Dresden heißt, und der Tee nur für die Firma `tegut…gute Lebensmittel Fulda` abgepackt wird. Leider bekommt man aber über Google nur die Info, die Firma sei an diesem Standort dauerhaft geschlossen.
    Leider fehlt mir für weitere Recherchen im Moment die Zeit, aber vielleicht könntest Du da etwas mehr in Erfahrung bringen!
    Das wäre super, ich ärgere mich mittlerweile jeden Tag aufs neue, dass man als Verbraucher von den Herstellern nicht freiwillig und ehrlich darauf hingewiesen wird, für was genau man sein Geld ausgeben soll. Ich würde nämlich schon gerne genau wissen, was in meinen Nahrungsmitteln „enthalten“ ist.
    Vielen Dank nochmal für Deine Recherchen und Dein Engagement
    Liebe Grüße
    Gaby

    • Liebe Gaby,

      danke für dein tolles Feedback. Ich verstehe deine Frustration total! Wenn man als Kunde nicht nachfragt, wird einem häufig einfach nur das beste am Produkt verkauft – sonst würde es sich ja auch nicht verkaufen. Logisch. Trotzdem schade, wenn man dann erfährt, dass man damit der Umwelt und der eigenen Gesundheit nichts Gutes getan hat.

      Wir werden tegut ebenfalls anschreiben und halten dich dann hier auf dem Laufenden, ob sie sich melden, und welches Feedback wir von ihnen erhalten haben.

      Viele liebe Grüße
      Caro

  19. Es ist doch absoluter Blödsinn, dass die Teebeutelverpackungen und die Etiketten biologisch abbaubar seien. Häufig wird so getan, als seien Farben auf Verpackungen Masselos und das ist ein ganz übler Irrtum, über den die meisten Hersteller nicht Bescheid wissen. Es kommen günstige Azopigmente und Druckerkunstharze und/oder Azo- und Reaktivfarbstoffe zum Einsatz, welche zum großen Teil biologisch nicht abbaubar sind, zum Teil aber schon und dabei in Amine zerfallen, die sehr giftig für jedes Lebewesen sind.
    Deswegen: Farbige Papiere und Stoffe niemals auf den Kompost! (Ganz zu schweigen von der Zusammensetzung des Papiers an sich! Deswegen auch nie Papier auf den Kompost bringen!)

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